Kultur : Tilda im Glück

Tilda Swinton spielt mit Leidenschaft Alkoholikerinnen und eiskalte Karrierefrauen. Zuhause wohnt eine andere Schauspielerin: die Familienfrau mit Ehemann und Geliebtem

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Tilda Swinton nimmt Rosy, den jungen Springerspaniel, auf ihren Arm und schäkert mit ihm wie mit einem Baby. Ihr Haus ist geräumig und auf anheimelnde Weise chaotisch. Überall liegt und steht etwas herum: Bilder von ihrem Ehemann, Spielsachen, Wörterbücher, kleine Snacks.

Anfang vergangenen Jahres wurde Tilda Swinton in einer Kolumne im Observer zur beneidenswertesten Frau der Welt ernannt. Sie habe einfach alles: Schönheit, Talent, Erfolg, Kinder, ein glückliches Familienleben mit dem Künstler und Schriftsteller John Byrne, dem Vater der Kinder. Und einen Liebhaber. Und Byrne ist mit diesem Arrangement auch noch einverstanden. So viel Glück muss man erst mal haben.

Die Boulevardzeitungen stellten es so dar, als hätten sie Swintons große

Übersetzung der gekürzten Fassung: Tanja Handels

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