Sie sind jung, militant, denken grün - und manchmal sind sie die Pest. Angefeuert von ihren Lehrern, wollen Kinder ihre Eltern zu besseren Menschen erziehen
Vergangenen Oktober sah ich, wie meine fünfjährige Tochter Rosa meinen Reisepass durchblättere. Ich hatte ihn auf dem Küchentisch gelegt, weil ich verreisen wollte. Sie mustere das Dokument mit finsterer Miene, was ich zunächst auf den drohenden Ausdruck zurückführte, den ich auf meinem Passbild machte. Tatsächlich aber untersuchte sie mit skeptischem Blick die etlichen Seiten voller roter Stempel, die meine Reisen in die USA dokumentieren. Die darauf folgende Unterhaltung verlief in etwa wie folgt:
„Wie oft bist du schon mit dem Flugzeug nach Amerika geflogen?“
„Ungefähr 40 Mal.“
„Und wie viele Bäume hast Du gepflanzt?“
„Keine Bäume.“
„Das werde ich Miss White erzählen.“
Seit
Übersetzung: Zilla Hofman / Holger Hutt
Miss White erzählen.“Seit einem Jahr leben meine drei Kinder und ich in Redland, einer grünen Mittelschichts-Enklave in Bristol. Eine Untersuchung ergab, dass Redland der „grünste“ Ort in ganz Großbritannien ist, insofern sich acht von zehn Leuten hier als „begeisterte Umweltschützer“ bezeichnen, wohingegen beispielsweise die Bewohner Basildons (Essex) weitaus weniger Angst vor der Apokalypse zu haben scheinen: Hier gaben vier von zehn an, sich „keine Sorgen um die Umwelt“ zu machen.Pfeifende Männer holen das ab, was früher einmal Müll warIch kam aus Brixton im Süden Londons hierher und war nicht auf den Kulturschock einer Ultra-Öko-Existenz vorbereitet. Alles wird recycelt. Pfeifende Männer holen donnerstags das ab, was früher einmal Müll war. Dinge, die ich bei Ebay zum Verkauf anbieten würde, werden in Redland im Geiste umweltbewusster Nachbarschaftshilfe verschenkt. Ich schreibe diesen Text in einem Bürostuhl, der vorher mit einem kleinen Zettel „Zum Mitnehmen“ auf dem Trottoir stand. Meine Socken stammen aus einem der Umsonst-Läden in der nahe gelegenen Whiteladies Road, die besser ausgestattet sind als das neue, 500 Millionen teure Shopping Centre im Stadtzentrum. Gut, die Busverbindung ist mies, aber das schlechte Umweltgewissen der hiesigen Autofahrer macht das Trampen zum Kinderspiel. Vor Weihnachten wurde ich zweimal von Öko-Straßenstrich-Freiern angesprochen: „Ich hab einfach ein weniger schlechtes Gewissen, wenn ich nicht allein im Auto sitze“, sagte mir einer von ihnen und er schien sehr enttäuscht darüber, dass ich nur 200 Meter entfernt wohnte.Ja, dies ist eine grüne Welt und die Ozon-Schicht ist über Redland ein klein wenig dicker als anderswo.Und dann ist da natürlich auch noch die Schule. Miss White ist Rosas Klassenlehrerin. Sie geht in die erste Klasse der St.-Peter--St.-Paul’s-Grundschule. Seit sie zur Schule geht, ist Rosa mit Feuereifer am Recyceln und Energie-Sparen. In den vergangenen sechs Monaten musste ich mit meiner dickköpfigen, pausbäckigen Öko-Bürgermeisterin immer wieder über Themen wie Energiesparlampen, Papier-Recycling und Plastiktüten diskutieren, darüber dass man den Wasserhahn zudreht, wenn man sich die Zähne putzt, und über – Flugreisen.Ich komme mir vor wie in einem geheimen Reeducation-ProgrammLangsam aber sicher drängt sich mir der Eindruck auf, dass da höhere Mächte am Werk sein müssen. Ich komme mir vor wie in einem geheimen Reeducation-Programm. Kleine Kämpfer für den Umweltschutz werden angewiesen, ihre Eltern durch ständiges Nerven zu mehr Umweltbewusstsein zu erziehen. Ein Freund erzählte mir neulich, in der Klasse seines Sohnes hätten alle Kinder ihre Pausenbrote auf die Herkunft der verwendeten Lebensmittel und die Recycelbarkeit der Verpackung hin untersuchen müssen. Ich kenne Eltern aus Brixton, die sich um ihre Kinder sorgen, weil diese zu Fuß in die Schule gehen sollen und glauben, das sei zu gefährlich.Miss White ist großartig. Durch sie hat Rosa gelernt, wie man mit Zahlen umgeht und wie man etwas ausspricht. Aber ich allmählich frage ich mich, ob mittlerweile sie bestimmt, welche Tomaten ich esse, wie lange ich unter der Dusche stehe und ob ich mit dem Flugzeug in die USA fliegen kann, weil ich dort beruflich zu tun habe oder nicht.„Das ist ein heikles Thema“, erzählt sie mir. „Ich habe die Kinder wahrscheinlich sensibilisiert, was Plastiktüten angeht. Wir haben uns nämlich Bilder angesehen, auf denen die Dinger auf dem Meer herumschwimmen. Und ich habe ihnen erzählt, dass wir unserer Sekretärin im vergangenen Jahr zum Geburtstag in Afrika anstatt eines üblichen Geschenks einen Esel gekauft haben. Aber sie sind noch so jung, ich würde sie nie zu etwas drängen oder sie indoktrinieren. Die Kinder sind sich vieler Dinge sehr bewusst und sind mir darin oft auch voraus.“Wie man seine Eltern zu umweltbewussten Menschen erziehtIch weiß, dass einige von Rosas Öko-Ideen von der BBC-Serie Pippin stammen, in der ein Collie voller Begeisterung recycelt. Andere stammen aus dem Buch Wie bringe ich meiner Oma das SMSen bei, das vergangenes Jahr von der ehemaligen Londoner Aktivisten-Gruppe "We Are What We Do" veröffentlicht wurde. Rosa hat auch das Buch Wie man seine Eltern zu umweltbewussten Menschen erziehen kann von James Russell, in dem es heißt: „Nur du kannst den Erwachsenen Benehmen beibringen, denn nur du kannst ihnen das Leben zur Hölle machen, wenn sie es nicht tun.“ Es schlägt einen Bußgeldkatalog für Umweltsünden vor: 20 Pence für jeden Grad, um den die Raumtemperatur die Marke 20 übersteigt, 10 Pence für jede energieintensive Glühbirne u.s.w. Es ist vielleicht bezeichnend für die verdrehten Zustände in unserer Familie, dass ich meiner Tochter die schwierigeren Passagen des Buches erst vorlesen musste, bevor sie anfing, mich mit ihrem Öko-Terror zu überziehen und Bußgelder zu verhängen.Ihre Schule hinkt in vielerlei Hinsicht hinterher, in Sachen Umweltschutz haben sie aber mächtig zugelegt, seit sie sich um den Status einer Umwelt-Schule beworben haben. Das Umwelt-Schulen-Programm wurde 1994 nach dem Umweltgipfel von Rio aufgelegt und mittlerweile nehmen 50 Prozent aller britischen Schulen daran teil. Die Kinder überprüfen den Energie- und Wasserverbrauch, sammeln Abfälle oder ziehen in einem Fall sogar ihr eigenes Gemüse und verkaufen es dann auf dem nächsten Markt. Als Auszeichnungen gibt es die bronzene, die silberne und die grüne Flagge.Die Schule selbst lobt den "Golden Boot Award" aus, mit dem diejenige Klasse ausgezeichnet wird, in der die meisten Kinder zu Fuß zur Schule kommen. Sie haben ihre eigenen wiederverwendbaren Einkaufstüten gebastelt und versuchen den örtlichen Einzelhandel dazu zu bewegen, ganz auf Plastiktüten zu verzichten.Der große Bruder soll gefälligst die Spielkonsole ausschaltenWas mich an den Kindern aber am meisten erstaunt, ist ihre Fähigkeit zu debattieren und wie selbstbewusst sie die Umwelt-Botschaft nachhause tragen. Die elfjährige Laila besteht darauf, dass zuhause abends nur einmal für alle gekocht wird, um Energie zu sparen. Die achtjährige Rose Bailey nimmt es auf sich und nervt ihren Bruder damit, er solle seine Spielkonsole ausschalten, auch wenn er manchmal nicht auf sie hört und sie einfach auf’s Sofa schmeißt.Für die Umweltkoordinatorin Morwenna Thomas gibt es bei alledem aber eine politische Linie, die nicht überschritten werden darf.„Es gibt einen Punkt, an dem umweltbewusstes Denken politische Dimensionen annimmt und damit muss man sehr vorsichtig umgehen. Ich will nicht, dass Kinder ein schlechtes Gewissen haben, nur weil ihre Eltern sich kein Fairtrade-Obst leisten können. Und sie sollten auch kein schlechtes Gewissen haben, weil ihr Schulweg schlicht zu weit ist, um ihn zu Fuß zu gehen. Und für Themen wie die dritte Startbahn in Heathrow sind die Kinder einfach noch zu jung. Das ist dann vielleicht was für die weiterführenden Schulen. Wir konzentrieren uns auf die kleinen Dinge.“Peter--Paul’s ist eine katholische Schule. Ich frage mich, ob Umweltschutz ein wissenschaftliches oder ein religiöses Thema ist. „Unser Standpunkt ist, dass wir uns um die Erde kümmern, weil sie Gottes Schöpfung ist und es unanständig und undankbar wäre, sie kaputt zu machen. Wir sind verantwortlich dafür, uns um sie zu kümmern“, sagt Morwenna.Kinder sind der Schlüssel zu einer langfristigen Änderung des UmweltbewusstseinsIm englischen Sprachraum wird Menschen, denen es gelingt, anderen Personen durch unablässiges Nerven den eigenen Willen aufzuzwingen, „Pester Power“ zugesprochen – ein Begriff der im Allgemeinen eher negativ konnotiert ist. 2007 erließ die britische Medienaufsichtsbehörde OFCON für Sendezeiten, in denen Kinder bevorzugt vor den TV-Geräten sitzen, ein Verbot von Junkfood-Werbung. So sollte verhindert werden, dass die lieben Kleinen ihre Eltern durch Ausüben ihrer „Pester Power“ dazu bringen würden, ihnen ungesunde Lebensmittel zu kaufen. Das „Öko-Pestering“ hingegen meint eine „umgekehrte Sozialisierung“, der Eltern durch die eigenen Kinder und ist eine Umerziehungstaktik, die anscheinend Unterstützung von höchst-offizieller Seite erfährt. Das Öko-Schulen-Programm wird vom britischen Ministerium für Umwelt, Ernährung und Landwirtschaft teilfinanziert und der ehemalige britische Umweltminister David Miliband persönlich erklärte: „Kinder sind der Schlüssel zu einer langfristigen Änderung des Umweltbewusstseins.“Andrew Sutter, der die britischen Öko-Schulen leitet, berichtet, er habe kürzlich die E-Mail einer frustrierten Mutter erhalten, deren Kind sie vom Staubsaugen abgehalten hatte: „Ihr Kind sagte ihr, sie sauge zuviel und verbrauche dadurch zuviel Strom. Es kann bei den Eltern durchaus Schamgefühle erzeugen, wenn die eigenen Kinder sich gegen sie durchsetzen, aber ich denke nicht, dass das eine schlechte Sache ist. Kinder können in diesen Dingen mehr Einfluss ausüben als Politiker oder die Medien. Wenn sie im Fernsehen sterbende Eisbären sehen, reagieren sie, indem sie feststellen, dass etwas nicht richtig läuft und fragen sich, was sie tun können.“Professor David Uzzel von der Universität von Surrey ist seit 30 Jahren Umweltpsychologe. Er steht der Idee der umgekehrten Sozialisierung aus rein pragmatischen Gründen skeptisch gegenüber, weil es schlichtweg nicht funktioniere. Für eine Untersuchung mit dem Titel „Kinder als Katalysatoren eines sich wandelnden Umweltbewusstseins“ hat er sich mit Kindern in Großbritannien, Portugal, Dänemark und Frankreich beschäftigt. Dabei kam er zu dem Ergebnis, „dass Kinder keine Stoßtruppen eines sich verändernden Umweltbewussteins sein können.“ Weiter schreibt er: „Missionsarbeit im Elternhaus ist nicht die Lösung, sondern funktioniert nur in ganz bestimmten Haushalten, in denen die Umwelt Thema am Abendbrottisch ist und in denen die Eltern willens sind, Schüler zu spielen und dem Kind zu erlauben, den Lehrer zu geben. Im Grunde also in gut informierte Familien aus der Mittelschicht.“Agenten des WandelsFrank Furedi, Soziologie-Professor an der Universität von Kent und Autor des bald erscheinenden Buches The End of Education, hat grundsätzlichere Vorbehalte. „Bisher wurden nur in totalitären Gesellschaften Kinder mobilisiert, die eigenen Eltern umzuerziehen. Ich bin im Ungarn des Ostblockes aufgewachsen und weiß noch, wie Kinder angehalten wurden, ihren Lehrern zu erzählen, ob ihre Eltern Rock'n'Roll-Musik hörten.“ Furedie ist der Meinung, der Lehrplan werde als „Ableger der Politik“ benutzt. „Es ist, als würden die Politiker sich sagen: 'Die Eltern werden sich nicht schnell genug verändern, also machen wir uns an die Kinder ran',“ findet er.Und dennoch scheinen die minderjährigen Besserwisser Erfolge zu verbuchen. Vergangenes Jahr gaben bei einer Umfrage des UK Social Investment Forum 24 Prozent der 1.500 befragten Eltern an, ihre Kinder seien ihre Haupttriebfeder für umweltbewussteres Verhalten. Lediglich zwei Prozent der Befragten sagten, sie würden durch Politiker motiviert.Ich selbst bin in den Siebzigern aufgewachsen und kann mich nicht erinnern, in der Schule ideologisches Gedankengut vorgesetzt bekommen und mit nach Hause gebracht zu haben. Bei uns schaute man um neun Uhr die Fernseh-Nachrichten. Weltanschauung wurde von oben vermittelt. Für Themen, die das Potenzial hatten, einen Keil zwischen die Generationen zu treiben - nukleare Abrüstung, der Falklandkrieg oder die Anti-Apartheidsbewegung zum Beispiel – wartete ich das Teenageralter ab.Sind unsere Kinder bloß tugendhafte Öko-Roboter?Heutzutage werden Kinder schon viel früher mobilisiert. Manchmal habe ich den Eindruck, wir ziehen die am besten informierte, idealistischste Generation aller Zeiten heran. Es fängt schon damit an, dass unsere Sprösslinge über das Internet Zugang zum gesamten Wissen der Welt haben. Sie werden nicht rauchen, sie hüten sich vor Alkohol. Sie werden recyceln. Aber reflektieren sie ihr Tun und ihre Beweggründe auch oder sind sie sich bloß super-tugendhafte Öko-Roboter? Und ist es richtig, ihnen schon in so jungen Alter solche Sorgen aufzuladen? Judith Shard, die Mutter von Rachel und Joel, ist skeptisch: „Ich unterstütze und ermutige meine Kinder, wenn sie Ideen zum Umweltschutz aus der Kita oder der Schule heimbringen. Aber sie sollten nicht die Bürde tragen, für die ihre Vorfahren verantwortlich sind.“Ich selbst habe noch zwei weitere Kinder. Tommy ist acht und Caitlin elf Jahre alt. Tommy, der Dinosaurier und Fußball mag, hat sich damit abgefunden, dass es zu spät ist, die Urtiere zu retten und konzentriert sich auf den Sport. Caitlin hat in der Garten-AG ihrer Schule pflichtbewusst ein paar Blumenzwiebeln in die Erde gesetzt und für ihre Lehrerin ein Gedicht über die Umwelt geschrieben. Doch je näher sie der Vor-Pubertät kommt, desto mehr unterliegt sie ihren Konsuminstinkten. Die steigende Bedeutung von „Teenie-Technik“, wie I-Pods, Handys und Laptops, die zu unbekannten Löhnen in China oder Fernost produziert werden, macht der ökologischen Seifenverpackung Konkurrenz. Und die namibische Wolle bei Oxfam kann gegen billige Klamotten aus den Modekaufhäusern nicht mehr anstinken.Das schwierige Nebeneinander von Konsumbedürfnissen und UmweltbewusstseinEinen eindeutigen Wendepunkt stellte das diesjährige Weihnachtfest dar. Caitlin bekam von ihrer Freundin Ellen eine Federtasche aus recycelten Getränkekartons – meine Tochter schenkte Ellen Teenie-Americana in Reinkultur – eine DVD von Camp Rock. „Mir liegt schon viel an der Umwelt, aber ich mache mir nicht ständig Gedanken drum,“ sagt sie mir, als ich mit ihr darüber rede, was mir ehrlich gesagt viel leichter fällt, seit sie die Dilemmata kennt, die aus den Nebeneinander von Konsumbedürfnissen und Umweltbewusstsein erwachsen, und weiß, dass man manchmal schwierige Entscheidungen treffen muss.Rosas Öko-Epiphanie hat sich auf beängstigende Weise mit dem reduktionistischen Denken einer Fünfjährigen zusammengetan. Wenn ich mich in ein Flugzeug setze, töte ich einen Pinguin. Ich gebe zu, ich bin schon oft geflogen. Mir ist klar, dass mein Gegenargument, ich hätte nicht wirklich Spaß am Start oder den Bord-Mahlzeiten ein wenig fadenscheinig daher kommt. Vielleicht werde ich ein paar Bäume pflanzen. Aber neulich ist es soweit gekommen, dass ich im Haus einen Mantel getragen habe, statt die Heizung anzumachen. Dann mulchte ich die Teebeutel vom Vortag in eine braune Recycling-Box und schaltete mein solarbetriebenes Radio an, nur um zu hören, dass eine dritte Landebahn am Flughafen Heathrow gerade beschlossen worden sei. Mich beschlich das Gefühl, Teil eines lächerlichen, scheinheiligen Spiels zu sein.„Ich finde, Sie haben jedes Recht, ungehalten zu sein“, stimmt Andrew Simms, der Leiter des "New Economic Forums" mir zu. „Meiner Meinung nach verhält die Regierung sich wie unkonsequente Eltern. Gordon Brown kündigt mit großer Geste an, Großbritannien werde in Sachen Klimawandel eine Vorreiterrolle einnehmen und ermutigt Kinder zu recyceln, doch bei wichtigen politischen Themen wie dem Flughafenausbau macht er einen Rückzieher. Das Schlimme daran ist, dass es die Motivation der Leute untergräbt.“Während unser Premierminister also Atomkraftwerken und zusätzlichen Flughafenlandebahnen grünes Licht erteilt, entfacht sich in den Privathaushalten an Kleinigkeiten ein neo-orwellscher Kampf um die Rettung des Planeten. Rosa ist der Auffassung, eine zweiminütige Dusche bei mittlerer Temperatur sei ökologisch gesehen nicht vertretbar. Ich halte gewisse Wohltaten für unantastbar und ignoriere meine Tochter.Doch während ich mich summend unter der Dusche einschäume, spüre ich die Anwesenheit einer zweiten Person im Badezimmer. Small Daughter is watching me.