Kultur : "Es ist okay, verwirrt zu sein"

Michael Muhammad Knight war strenggläubiger Muslim. Dann stürzte er in eine Glaubenskrise. Daraus halfen ihm ausgerechnet: Punks

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Michael Muham­mad Knights Erfahrungen mit Religion wirken auf den ersten Blick sehr widersprüchlich. Er ist in einer katholischen Familie aufgewachsen und konvertierte im Teenager-Alter zum Islam. Mit 16 Jahren wollte er in den Djihad ziehen. Doch dem Fanatismus folgten die Zweifel. Er fing an zu schreiben und erfand etwas Neues: muslimische Punks. The Taqwacores hieß sein erstes Buch, das 2004 von einem kleinen US-Verlag veröffentlicht wurde. Taqwa heißt Gottesehrfurcht, cores leitet sich ab von der Musikgattung Hardcore. Bald entstand, inspiriert von dem Buch, tatsächlich eine kleine Muslim-Punk-Szene in den USA.

Der Freitag: Herr Knight, wie bringen Sie Ihren Glauben mit Punk in Einklang? Punk ist ja eher areligiös, oft sogar explizit anti-religiös