Manchmal erkennt man ja etwas erst durch seine Bekämpfung. So zielt die antifeministische Männerrechtsbewegung nicht nur gegen den Feminismus, sondern gegen den mit dem Feminismus einhergehenden Gleichstellungsgedanken.
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Als ein Fazit meines heute erschienenen Bändchens "(R)echte Kerle. Zur Kumpanei der MännerRECHTSbewegung" möchte ich auf einen Herrn Berl hinweisen, der vor achtzig Jahren bereits festhielt:
Die antifeministische Männer[rechts, A.K.]bewegung ist die Bewegung gegen die Bewegungen.
Sie richtet sich eben nicht nur gegen den Feminismus, also gegen die Politk der Frauenbewegung, sondern gegen alle Bewegungen schlechthin, die in ähnlicher Weise wie der Feminismus eine egalitär-emanzipatorische Politik einfordern, einschließlich der Politikform der ersten Person (plural). Wenn - wie das Männerforum der Piratenpartei - im Namen des Antifeminismus generell gegen Affirmative Action und Positive Maßnahmen geschossen wird, so deutet dies darauf hin, dass der Feminismus auch mehr ist als die Positionierung für Frauen. Er ist eine neue Form der Politik.