Frauen sind richtige Leser – im Gegensatz zu Männern, die, wenn überhaupt, oft nur halbherzig und sporadisch zum Buch greifen. Dies ergab eine aktuelle Untersuchung der Lesegewohnheiten der Britinnen und Briten. Nahezu die Hälfte aller britischen Frauen sind begeisterte Leser, die ein Buch nicht mehr aus der Hand legen können, wenn sie erst einmal angefangen haben zu lesen. Sie verschlingen im Laufe eines Jahres mühelos eine ganze Liste von Büchern. Bei einem Mann ist die Wahrscheinlichkeit, dass er mit diesem Tempo mithalten kann, wesentlich geringer. Doppelt so viele Männer wie Frauen gaben zu, dass sie nie ein Buch zu Ende lesen.
Bei der 2.000 Probanden umfassenden Studie konnten die Forscher verschiedene Lesertypen identifizieren. Achtundvierzig Prozent aller Frauen können als Page Turner oder eifrige und begeisterte Leser bezeichnet werden, bei den Männern trifft dies nur auf 26 Prozent zu.
Slow Worms nennt man diejenigen, bei denen die Lektüre immer viel Zeit in Anspruch nimmt, die die Bücher aber sehr ernst nehmen und sie stets zu Ende lesen. Oft schaffen diese 'langsamen Würmer' nur ein oder zwei Bücher pro Jahr. Zweiundreißig Prozent der Männer und achtzehn Prozent der Frauen fallen in diese Kategorie.
Serial Shelvers haben die Regale mit Büchern voll, die sie nie auch nur angerührt haben und es auch kaum je tun werden: Dies trifft auf siebzehn Prozent der Frauen und zwanzig Prozent der Männer zu.
Double Booker haben immer mindestens zwei Bücher auf dem Nachttisch liegen. Es handelt sich hier um sprunghafte Konsumenten, die ein neues Buch beginnen, während sie das alte gerade einmal zur Hälfte gelesen haben und dann behaupten, sie könnten ohne Probleme vom einen zum anderen wechseln. In dieser Gruppe gibt es keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen, je zwölf Prozent entfallen auf diese Gruppe.
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Wie es diesbezüglich in Deutschland aussieht, wissen wir nicht. Was denken Sie: Lesen Frauen anders als Männer?