Politik : Street Fighting Man

Vor 40 Jahren kursierte in Ost-Berlin das Gerücht, daß die Rolling Stones ein Konzert auf dem Hochhaus des Berliner Springer-Verlages direkt an der Mauer spielen würden

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Am Anfang stand ein Gerücht. In die Welt gesetzt vom amerikanisch kontrollierten RIAS, einer „freien Stimme der freien Welt“, der „Brutstätte der Diversion und Provokation“ gegen die DDR. Eine Beat-Band würde spielen, hieß es. Für die „arme Ostjugend“ am 7. Oktober 1969 auf dem Dach des Axel-Springer-Hauses in Westberlin, also ganz nah an der Mauer.

Vielleicht war’s die Laune eines Redakteurs, vielleicht hinterhältiges Kalkül. Die Ostjugend jedenfalls, arm aber nicht dumm, rechnete eins und eins zusammen. Gebracht wurde die Meldung in einer Gedenksendung für den Stones-Gitarristen Brian Jones, der Mitte 1969 gestorben war. Und gab’s da nicht diesen brandneuen Titel Street Fighting Man, der auch in der Se

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