„Waldeck“ von Jürgen Heimbach: Finale beim Festival im Hunsrück
Eine Shoah-Überlebende ist tot, kurz nachdem sie einen KZ-Arzt wiedererkannt zu haben glaubte. In „Waldeck“ erzählt der Koblenzer Schriftsteller Jürgen Heimbach Geschichte als Generationenkonflikt und von ersten Schritten der Emanzipation
Joy Williams' Debütroman „In der Gnade“: Eine Axt für das gefrorene Meer in uns
Besser spät als nie: Endlich ist die hellwache Prosa der US-amerikanischen Autorin Joy Williams auf Deutsch zu entdecken – nach ihren „Stories“ liegt jetzt eine Übersetzung des Romans „State of Grace“ vor
Susanne Tägders „Das Schweigen des Wassers“: Eine Stadt sucht keinen Mörder
Susanne Tägder greift in ihrem Krimi einen realen Mordfall an einer jungen Frau in der DDR auf. Ihr Buch lebt von der atmosphärischen Dichte des Settings irgendwo in Mecklenburg-Vorpommern
„Notizen zu einer Hinrichtung“ von Danya Kukafka: Serienkiller mit Bauchansatz
Aus den Perspektiven dreier Frauen und eines Serienkillers selbst rollt Danya Kukafka dessen Leben und Taten auf: „Notizen zu einer Hinrichtung“ fragt nach individueller Schuld und strukturellen Ursachen von Verbrechen
„Bis aufs Blut“ von Eli Cranor: Genialer Hillbilly-Irrsinn auf nur 300 Seiten
Eli Cranor entführt uns in in die Hügel von Arkansas, in den Süden der USA. Wer hier landet, muss bleiben. Der Sound von „Bis aufs Blut“ klingt wie eine Schlägerei beim Football. Mittendrin der Härteste von allen: Billy Lowe
Christoph Hein wird 80: Ein Glückwunsch von seinem Freund Wenzel
Der ehemalige Herausgeber des „Freitag“ Christoph Hein ist einer der bedeutendsten ostdeutschen Schriftsteller. Dieses Jahr feiert er ein Jubiläum: seinen 80. Geburtstag. Liedermacher Hans-Eckhardt Wenzel gratuliert seinem Freund
„Der letzte Traum“ von Pedro Almodóvar: Szenen einer Filmlegende
Der spanische Regisseur Pedro Almodóvar veröffentlicht ein Buch mit Kurzgeschichten, die er zur Zeit der Franco-Diktatur in den 1960ern heimlich im Büro schrieb
Christoph Hein: Chronist der Verhältnisse
Zum 80. Geburtstag des Schriftstellers und früheren Freitag-Herausgebers Christoph Hein erscheint eine sechs Bände umfassende Jubiläumsedition. Über die Augen des Apostels Lukas, Vertreibung und das Werk eines großen Autors der Gegenwart
„Bloodbath Nation“ von Paul Auster: Land der Freiheit, Land der Blutbäder
Bestsellerautor Paul Auster analysiert den grassierenden Waffenwahnsinn in seiner US-amerikanischen Heimat
Die Schreibenden vom „Freitag“: Hausautor:innen von A bis Z
Viele Autor:innen von uns schreiben auch Bücher – hier stellen wir Ihnen die neuesten vor. Ob auf den Spuren von Fußballclubs im Osten oder auf Waffenmessen, Untersuchungen des Klassismus oder lyrische Texte, hier ist für jede:n was dabei
Neue Bilder des Jahrhundertschriftstellers: Es gibt so viele Kafkas wie Kafka-Leser
In diesem Jahr jährt sich Franz Kafkas Todestag zum 100. Mal. Vier Graphic Novels interpretieren Werk und Autor neu, zum Beispiel: So traurig und isoliert, wie die Nachwelt ihn gern sah, war er nie
Von Immanuel Kant zu „Everything Everywhere All at Once“
Prof. Dr. Erhard Schütz liest Bücher zu Immanuel Kants 300. Geburtstag und lässt sich von zwei erfolgreichen Mediengeschäftsfrauen und Autorinnen den Film „Everything Everywhere All at Once“ nahebringen
„Churchill“: Biographin Franziska Augstein fühlte sich fast wie seine Tochter
Franziska Augsteins Biographie über Winston Churchill bietet in funkelnder Sprache erstklassige Unterhaltung
Ernst Toller sollte Pflichtlektüre in der Schule werden
Thomas Mann und Max Weber waren von ihm begeistert: Doch der Revolutionär Ernst Toller wurde aus dem westdeutschen Kanon verdrängt. Ernst Pipers Neuauflage von „Eine Jugend in Deutschland“ kann das korrigieren
Stefanie Sargnagel: „Wir sind keine urguten Menschen“
Von wegen gespaltene Gesellschaft: Stefanie Sargnagels Buch „Iowa“ kommt bei unterschiedlichen Leuten gut an. Dabei geht es um zwei Feministinnen auf Reisen. Woran liegt das? Wir haben nachgefragt – bei ihr und Christiane Rösinger
Uwe Wittstock: „Nach der Mitgliedschaft in einer faschistischen Partei wurde nie gefragt“
1940 ist das dramatischste Jahr der Literaturgeschichte. Journalist und Autor Uwe Wittstock erzählt davon
Der israelische Autor David Grossmann kennt den einzigen Weg für Nahost
David Grossman verlor seinen Sohn im Libanonkrieg, gab aber nie, auch nicht nach dem 7. Oktober, das Schreiben gegen Hass und Krieg zwischen Israel und Palästina auf. Sein neues Buch trägt den Titel „Frieden ist die einzige Option“
Staatsgründung mit Schuss: Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich
„Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat“ – bei der Dialektik aber verheddern sie sich: Annett Gröschners, Peggy Mädlers und Wenke Seemanns neues Buch ist dennoch ein großes Vergnügen
„Die Stadt der Anderen“ von Patrícia Melo: Der Abstieg kann schnell gehen
Patrícia Melo gehört zu den wichtigsten Stimmen Lateinamerikas. Ihr jüngster Roman erzählt vom Alltag in São Paulo
Von „Wo Milch und Honig fließen“ bis „Der Stillstand“: Vier Bücher blicken in die Zukunft
C Pam Zhang, Bernhard Kegel, Thea Mengeler, Jonathan Lethem: Vier literarische Szenarien porträtieren unsere Welt, wie sie bald sein könnte – Apokalypse, Hoffnung, alles möglich!
„Zitronen“ von Valerie Fritsch: Sehnsuchtssüß und sauer
Valerie Fritschs Charakterstudie „Zitronen“ erörtert das Verwerfliche, Gewaltsame und Zerstörerische im Menschen – nach guter Tradition der österreichischen Moderne
Fien Veldmans Roman „Xerox“: Die Wirklichkeit der Arbeiterklasse erzeugt schwitzige Hände
Fien Veldmans namenlose Protagonistin hat den sozialen Aufstieg geschafft und hasst ihre Kollegen. Verbundenheit empfindet sie im phänomenalen Roman „Xerox“ nur mit ihrem Drucker
Autor Jan Koneffke über Joseph Roth: „Die Not wurde ihm zur Tugend“
Der Autor Jan Koneffke über das widersprüchliche und tragische Leben des großen Schriftstellers Joseph Roth

Schreibende Söhne über ihre Mütter: Was ich über Mama noch sagen wollte
In der Tradition Peter Handkes: Schriftsteller wie Didier Eribon und Wolf Haas schreiben über ihre Mütter