Ilija Trojanow über Macht: „Sie braucht wendige Akrobaten der Arschkriecherei“
Es ist eines der wichtigsten Bücher dieses Frühjahrs: Ilija Trojanow analysiert in „Buch der Macht“ auf ungewohnte Art die Prinzipien von Macht und Herrschaft. Wie viel Einfluss hat dabei die Literatur?
Lyrik der Gegenwart: „Ein Mensch ist in seinem Leben wie Gras ...“
Unsere Lyrik-Expertin Beate Tröger widmet sich in ihrer Kolumne der Gegenwarts-Poesie. Und sie erinnert an die Legende der deutschsprachigen Nachkriegslyrik: Rolf Dieter Brinkmann
Proteste in Serbien: Es gibt doch eine Zukunft
In Serbien haben Studierende eine Demokratiebewegung in Gang gesetzt, deren Sog auch viele Ältere erfasst hat – und über die Landesgrenzen hinaus hoffen lässt. Ein Essay der kroatisch-deutschen Schriftstellerin Alida Bremer
„Von allgemeiner Gültigkeit" von Natasha Brown: So oder so, es bleibt ungerecht
Natasha Brown erzählt von einer Schwarzen Journalistin in London, die einer guten Story auf der Spur ist und sich damit den Durchbruch erhofft. Was passiert mit Journalismus, wenn politischer Populismus herrscht?
Katja Petrowskaja: Die Müdigkeit entwaffnen
Mit ihrem neuen Buch weckt uns Katja Petrowskaja aus dem Schlaf der Verdrängung all des Leids in ihrer Heimat
Roman „Good Girl“: Nilas Reise durch Berliner Nächte
Die 19-jährige Nila versucht durch Drogen und langen Nächten in Berliner Clubs, ihren Problemen zu entfliehen. Aria Aber erzählt in ihrem Roman „Good Girl“ eine Coming-of-Age-Geschichte und macht trotzdem sehr vieles anders
Roman „Halbinsel“: Kein Porsche in der Menopause
Kristine Bilkau gewinnt mit ihrem Roman „Halbinsel“ den Preis der Leipziger Buchmesse 2025. Darin porträtiert sie eine nicht ganz unkomplizierte Mutter-Tochter-Geschichte und fragt: Wie viel Verantwortung trägt man?
Revolution, Religion und Rockmusiker: Zehn Fakten über den Pony
Wieso trägt Heidi Reichinnek einen „Problem-Pony“, und wer hat es vor ihr getan? Schon zu Cäsars Zeiten spiegelte die Frisur Macht, Mode und auch Rebellion. Sie wird von Gläubigen und eitlen Rockmusikern getragen - ist einfach zeitlos
„Der Teufel“ von Andreas Maier: Das Epos „Ortsumgehung“ steuert aufs furiose Finale zu
Der Autor Andreas Maier startete 2010 seine Romanreihe „Ortsumgehung“. Sein neues Buch „Der Teufel“ ist der zehnte von insgesamt elf Teilen. Es schlägt die metaphysische Tür zur Welt auf. Alles deutet auf einen großen Paukenschlag hin
Das geheime Leben der Teenager: Warum die Netflix-Serie „Adolescence“ an die Nieren geht
Die britische Miniserie „Adolescence“ auf Netflix gilt schon jetzt als eine der besten des Jahres 2025. Das Drama um einen Teenager, der des Mordes an einer Mitschülerin verdächtigt wird, ist so aktuell wie selten eine Serie
Donald Trumps Auflösung des Bildungsministeriums: Klassenkampf-Show im Weißen Haus
Donald Trump hat inmitten ihn emsig kopierender Schüler*innen das Dekret zur Auflösung des Bildungsministeriums unterzeichnet. Eine Bildanalyse der Inszenierung im Weißen Haus und ein Blick hinter den Popanz
Zum Ende von Radio Free Europe/Radio Liberty: Ungarn verliert wichtiges Medium
Seitdem die USA die Finanzierung der Sender Radio Free Europe/Radio Liberty eingestellt haben, verliert Ungarn einen wichtigen Teil der Medienlandschaft. Viktor Orbán freut es. Die Pressevielfalt ist aber auch in anderen Ländern gefährdet
Roman „Verzauberte Vorbestimmung“: Die Schattenseiten der Genialität
Der Roman „Verzauberte Vorbestimmung“ von Jonas Lüscher („Frühling der Barbaren“) ist komplex, ausufernd und bietet Stoff für zehn Bücher. Damit will der in der Schweiz geborene Autor ein großes Meisterwerk schaffen. Aber gelingt ihm das?
Rettet die Künstler, kauft ihre Kunst!
Inflation und steigende Preise treffen auch, oder vor allem Künstler*innen. Nicht nur deshalb sollten wir mehr Kunst kaufen – und natürlich geht das auch im Kleinen. Unsere Kolumnistin Laura Ewert weiß, wovon sie spricht
„Schwebende Lasten“ von Annett Gröschner: Auf die schwere Schulter
Annett Gröschner erzählt in ihrem neuen Buch von einer Magdeburgerin, die ihre Großmutter sein könnte. „Schwebende Lasten“ ist dabei auch eine fulminante Erzählung über das 20. Jahrhundert
Ukrainische Kuratorin Alona Karavai: „Schuld ist eines der kompliziertesten Gefühle“
Welche Konsequenzen hat der Krieg für Künstler*innen an der Front, in den Großstädten und im Exil? Die Kuratorinnen Alona Karavai und Olya Polyak führen am Kunsthaus Asortymentna Kimnata in der Westukraine einen nicht immer einfachen Dialog
„Der Einfluss der Fasane“ von Antje Rávik Strubel: Sie kennt nur eine Sorte Mann
Antje Rávik Strubels Roman „Der Einfluss der Fasane“ verhandelt klug und vielschichtig das diffizile Terrain von männlichem Machtmissbrauch in der Kulturbranche. Pikant: Im Zentrum steht eine weibliche Täterfigur
Die Party ist over: Folgen der Berliner Kulturkürzungen für eine freischaffende Künstlerin
Berlin kürzt die Kultur zusammen. Unsere Autorin, die freischaffende Künstlerin Felizitas Stilleke, fragt sich: War’s das? Wo ist eigentlich die Solidarität? Und welchen Sound legt Kultur-DJ Joe Chialo dazu auf?
„Das Licht“ von Tom Tykwer: Eine schrecklich nette Familie
Regisseur Tom Tykwer („Lola rennt“, „Babylon Berlin“) legt mit „Das Licht“ seinen ersten Film seit zehn Jahren vor. Ein Riss, den die Weltlage durch eine Berliner Familie zieht, soll von einer Syrerin geheilt werden. Kann das gut gehen?
Kulturpolitik in Koalitionsverhandlungen: Das sind die fünf wichtigsten Themen
Kulturpolitik ist Ländersache, dennoch dürfte sie in den Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD eine wichtige Rolle spielen. Auch das Kandidatenkarussell dreht sich: Joe Chialo, Carsten Brosda – oder am Ende doch Dorothee Bär?
Rosenstolz: Ihr erstes Konzert in der Ostberliner WABE
Der plötzliche Tod von Rosenstolz-Sängerin AnNa R. katapultierte (nicht nur) mich zurück in ein Konzert der Band 1993 in einem Club in Prenzlauer Berg. Es waren die Wendejahre, die Band war schrill und gleichzeitig melancholisch. Das passte
„The Last Showgirl“ mit Pamela Anderson: Noch einmal im Rampenlicht
Gia Coppola, Enkelin von Francis Ford Coppola, inszeniert in ihrem Film „The Last Showgirl“ die dunklen Seiten von Las Vegas und beschert Pamela Anderson ein überzeugendes, wenn nicht fulminantes Kino-Comeback
Kabarettistin Christine Prayon zu Corona-Aufarbeitung: „Warum ist das lächerlich?“
Die Kabarettistin Christine Prayon leidet seit ihrer Corona-Impfung am Post-Vac-Syndrom. Statt daran zu verzweifeln, macht die Kabarettistin daraus Kunst und will, ganz unironisch, die Welt verändern
Ein sagenhafter Coup: Wie die DDR einmal zum Vorreiter in Sachen Naturschutz wurde
Im allerletzten Moment stellte die Regierung der DDR fünf Prozent ihres Staatsterritoriums unter Naturschutz. Ausgerechnet die letzte Volkskammerwahl am 18. März 1990 hätte das beinahe vereitelt