Deutsche Wiedervereinigung
Joachim Gauck tourt mit seinem Buch durchs Land: Die Legende vom Widerstandskämpfer
Seine „Erschütterungen“ sind nun auch als Taschenbuch erschienen und Joachim Gaucks Verlag preist den Altbundespräsidenten als „Mitinitiator“ des „Widerstandes gegen die SED-Diktatur“. Wieso hält sich diese Legende bis heute?
Legaler Schwangerschaftsabbruch statt Paragraf 218: Was die DDR konnte, kann die BRD auch!
Kurz vor den Neuwahlen verhandelt der Bundestag noch einmal über den Abtreibungsparagrafen 218. Für uns DDR-sozialisierte Frauen ein bizarres Schauspiel – war die bisherige West-Regelung doch schon immer ein Rückschritt
35 Jahre nach dem Mauerfall zerfällt die amerikanische Hegemonie
Dieser Tage wird der Mauerfall am 9. November zum 35. Mal „gefeiert“. Was dabei oft ausgeblendet wird: Schon an diesem historischen Tag begann der Ausverkauf der Revolution – und der Osten erlag den Versuchungen des kapitalistischen Westens
Deutsche Einheit: Was sich im Osten tut, ist ein Seismograf des künftigen Westens
Vor 34 Jahren wurde die DDR an die Bundesrepublik angeschlossen. Zerstören die renitenten Ostdeutschen gerade die Westbindung und damit das Erfolgsmodell Westdeutschlands – oder könnten sie vielmehr endlich zu dessen Reformierung beitragen?
Theater im Osten: Poröse Bollwerke
Zwischen kultureller Grundversorgung und Schutzraum für Demokratie: Welche Rolle spielen Theater in kleinen ostdeutschen Städten? Ein Besuch im Gerhart-Hauptmann-Theater in Zittau
Ilko-Sascha Kowalczuk über Rechtsruck: „Die AfD ist kein ostdeutsches Problem“
In drei Ländern ist die AfD stärkste Kraft in Umfragen. Wieso ist die Republik 33 Jahre nach der Wiedervereinigung gespaltener denn je? llko-Sascha Kowalczuk hat Jakob Augstein verraten, was das mit gemeinsamen DDR-Erfahrungen zu tun hat
Der Westen erbt, der Osten geht leer aus: Die deutsche Teilung dauert an
Auch 34 Jahre nach dem Mauerfall steht die Grenze: Einkommensunterschiede werden kleiner, auch die Renten gleichen sich an. Beim Thema Erben aber klaffen alte und neue Bundesländer auseinander
Judentum statt Kommunismus: Wieso die Causa Fabian Wolff eine Causa Ostdeutschland ist
Wir können Fabian Wolff dafür verdammen, sich eine jüdische Identität erschwindelt zu haben. Aber woran liegt es, dass die letzten Fälle von „Kostümjudentum“ allesamt mit Menschen im Zusammenhang stehen, die aus Ostdeutschland kamen?
GfZK Leipzig: Gebaute deutsch-deutsche Kunstgeschichte
Vor 25 Jahren wurde in Leipzig die Galerie für Zeitgenössische Kunst eröffnet. Die Gründung geht zurück auf Kunstwissenschaftler Klaus Werner: Er kämpfte schon in der DDR um das Ansehen zeitgenössischer Kunst und prägt das Haus bis heute
Wer die DDR in Wahrheit zerstörte
Als die DDR 1990 abgewickelt wurde, geschah dies nicht unter aktiver Beteiligung der westdeutschen Bevölkerung – wohl aber nach dem „Code des Kapitals“
Dirk Oschmann weiterdenken: Was der Westen jetzt lernen muss
Der Leipziger Autor Dirk Oschmann hat mit seinem Buch „Der Osten: eine westdeutsche Erfindung“ die Diagnose gestellt. Zeit für die Behandlung! Der Westen muss noch lernen, wie man richtig über den Osten spricht

Chronik der deutschen Teilung: Bleierne Jahre in Ost und West
„Verlassene Werke“: Einmal mehr erweist sich der Schriftsteller Bernd Wagner als literarischer Chronist und kritischer Zeitzeuge der deutschen Teilung

Jürgen Becker: „Ich habe nicht viel Phantasie“
Der Dichter und Schriftsteller Jürgen Becker wird 90 Jahre alt. Wer ein solches Alter erreicht, der wird zum Chronisten gemacht, ob er will oder nicht. Hommage an einen Mann, der mit Worten die Sinne der Leser:innen berührt
Putins Mythen: Was der Jugoslawien-Krieg mit der Ukraine zu tun hat
Die Deutschen seien manchmal naiv, erschreckend geschichtsvergessen und zugleich vermessen in ihren Ansichten. Für eine vernünftige Position im Ukraine-Krieg muss man die Balkankriege verstehen, sagt die Kroatin Alida Bremer

Aufrührende Nachbauten
Preußische Geschichte, Nationalsozialismus, DDR-Rigorismus und die komplizierte Phase ab 1990: Worum es beim Streit um die Garnisonkirche in Potsdam wirklich geht

1969: Parole Aufbruch
Der hohe Ton, den derzeit SPD, Grüne und FDP anschlagen, erinnert an die erste sozialliberale Koalition. Auch damals galt die Modernisierung als wichtigste Aufgabe
Hans Modrow: „Die DDR war Ballast“
Hans Modrow spricht über Michail Gorbatschows Rolle bei der deutschen Wiedervereinigung und dem Zerfall der Sowjetunion
Post-DDR-Geschichte wird gemacht
Die bisherige Aufarbeitung ostdeutscher Geschichte war blind für ihre Komplexität. Was das geplante Einheitszentrum braucht, ist eine Öffnung der Perspektiven
„...und mit so viel Hoffnung“
Die Alexanderplatz-Demo vom 4. November 1989 hat im offiziellen Geschichtsbild keinen sehr großen Platz. Was der Tag für sie bedeutet, beschreibt Susanne Hennig-Wellsow
Die DDR trat friedlich der BRD bei
Der Mythos vom „Untergang des SED-Staats“ wird weiter erzählt. 30 Jahre nach der Einheit missachtet die Politik noch immer die historische Leistung der Ost-Bürger
„Im Osten ging die Freiheit los“
Die Schweizer Künstlerin Jacqueline Merz zog 1991 nach Dresden, der Dichter und Büchner-Preisträger Marcel Beyer folgte 1996. Wie war das in der Ex-DDR für die „Wessis“?

Kohl war am Ende – dann kam die Wende
Ende der 1980er stand Westdeutschland vor einem sozialökologischen Umbau. Doch mit der Wiedervereinigung änderte sich alles
Die Freiheit: gesponsert
Seit 30 Jahren konfrontiert Hans Haacke Betrachter im öffentlichen Raum mit großen Buchstaben
Zeitgeschichte 1970: Der „Moskauer Vertrag“, Egon Bahrs Sternstunde
Trotz teils konträrer Positionen in Grundfragen unterzeichnen die Sowjetunion und die BRD ein Abkommen über Gewaltverzicht und zeigen, wie Entspannung möglich ist