Deutsche Wiedervereinigung
Wackeliges Gedenken
Die ostdeutsche Revolution ist eine unvollendete Geschichte. Hätte man das verstanden, gäbe es heute keine AfD

Der Westen als Norm
Literatinnen aus Ostdeutschland werden derzeit mit Preisen überhäuft. In der Breite aber fehlen sie. Eine Nachfrage

1990: Reform verpasst
Der Verfassungsentwurf des Runden Tisches der DDR fällt Ignoranz und beschleunigter Vereinigung zum Opfer. Er hätte das Grundgesetz bereichern können

Wunder mit Ansage
Die Sowjetunion brauchte dringend Geld, deswegen bekam Kanzler Kohl vor 30 Jahren, was er wollte

Immer wieder neu erfinden
Hier begann 1945 die DDR-Bodenreform. Nach 1990 überführt Helga Scheibner ihre LPG in eine schwankende Zukunft. Angela Städeke verliert ihren Job und rettet den Sohn

Ein stilles Ende
Ein prächtiger neuer Band erzählt in Wort und Bild vom Abschied der DDR

„Ich find’s hier prima“
Während viele DDR-Bürger in den Westen gehen, zieht es Schriftsteller Ronald Schernikau gen Osten. Warum? – fragt der „Freitag“-Vorgänger „Sonntag“ am 11. März 1990

Ein Praktiker des Dialogs
Mein Vater war nach 1990 Anwalt vieler bekannter DDR-Bürger. Sein Wunsch war: Man hätte ihnen besser zugehört
1990: Bucklige Verwandte
Zu Beginn des Vereinigungsjahres sind etliche DDR-Betriebe für die westdeutsche Wirtschaft noch Partner, keine Konkursmasse – bis Helmut Kohl grundlegend umsteuert

Wer jetzt nicht tanzt
Geschichtsbilder sind so systemrelevant wie Großbanken. Umso mehr ist das Deutschland von 1990 eine Erinnerung wert

„Die Einheitskrise hat mit Hartz IV zu tun“
Als Historiker weiß Philipp Ther, dass die Geschichte niemals alternativlos ist
Hufeisen im Hirn
Linke und Nazis sind quasi dasselbe, und man selbst hat nichts mit denen zu tun – über eine Lebenslüge der Union
Der SED-Politiker Wolfgang Berghofer im November 1989: „Auch wir sind das Volk“
Wolfgang Berghofer spricht im Herbst 1989 als erster SED-Politiker mit der Oppostion. Der „Sonntag“ befragt ihn für die Ausgabe vom 26. November 1989

Kristen Ghodsee im Gespräch über ihr Buch „Warum Frauen im Sozialismus besseren Sex haben“
Haben die Menschen im Sozialismus anders geliebt? Kristen Ghodsee hat das Buch „Warum Frauen im Sozialismus besseren Sex haben“ geschrieben und meint: Ja. Und wir könnten es wieder tun.
Wie kommt der Osten endlich auf die Beine?
Jakob Augstein diskutiert mit Marcel Fratzscher über Lebensverhältnisse in Ost und West und einen neuen „Aufschwung Ost“

Die Bühnen der Wende
Das DDR-Theater hatte einen gehörigen Anteil am Aufbruch. Nach dem Fall der Mauer musste es sich dann neu orientieren

Als wir verstummten
Obwohl sich das „Ostfernsehen“ 1989/90 gründlich erneuert, bleibt ihm eine gesamtdeutsche Zukunft verwehrt

Der Sog der DDR
Woher kommt die politische Entfremdung vieler Menschen im Osten? Die Verletzungen? Der Rostocker Soziologe Steffen Mau forscht darüber
Die sollen drüben bleiben
Als im Sommer immer mehr Menschen aus der DDR in die Bundesrepublik kommen, kippt die Stimmung – fast wie 2015
1989: DDR auf Abruf
Der sowjetische Parteichef Gorbatschow deutet beim Bonn-Besuch an, dass die deutsche Zweistaatlichkeit „nicht ewig“ dauern müsse. In Ostberlin ist man beunruhigt

Der Tacker der deutschen Einheit
Das Ende der DDR hätte zu einem Neuanfang für die BRD werden können
Platzeck ist der Richtige
Dass er einst auf den Zug der Wiedervereinigung nicht direkt aufspringen wollte, macht ihn heute zum perfekten Kandidaten für die Erarbeitung eines Jubiläumskonzepts
Opfer Ost
Deutsch-deutsche Narrative schaffen Identität. Ihre Wirkung verlieren sie nie
Dieses Gefühl der Überlegenheit
Wurde der Osten nach 1989 vom Westen „kolonisiert“? Erste Eindrücke von einer Tagung in Dresden, die genau dieser Frage nachgeht