Fiktion
Die Fiktionalisierung der Politik
Politiker erfinden immer öfter Probleme, zaubern die Lösungen dazu oder belassen es bei der Empörung. Wozu das führt, weiß Freitag-Autor Lennart Laberenz
„Nachhausekommen“ von Jan Peter Bremer: Enfants terribles aus Westberlin
Jan Peter Bremer lässt das Groteske und Absurde hinter sich und begibt sich mit seinem neuen Roman in eine von Künstlern geprägte Kindheit – seine eigene im Wendland, damals „Zonenrandgebiet“
Petr Stančíks „Die Verjährung“: Der Henker als Richter
Petr Stančík erzählt in „Die Verjährung“ die Geschichte eines tschechischen Widerstandskämpfers. Eine Erzählung, in der Fakten und Fiktion geschickt gemischt werden
Das N-Wort in Literatur zu zensieren ist historische Schönfärberei
Die Diskussion über rassistische Sprache in Wolfgang Koeppens „Tauben im Gras“ erinnern den Bestsellerautor Peter Prange an eine ähnliche Debatte über seinen letzten Roman „Der Traumpalast“
Roman „Die Heimat“ von Andreas Maier: Eine ewige Fiktion
Für Andreas Maier ist Heimat seit jeher eine Fiktion. Der neunte Band seines grandiosen Romanprojekts „Ortsumgehung“ kreist um Schuld
„Good bye, Lenin!“ Ein Film lässt der untergehenden DDR Gerechtigkeit widerfahren
Tragikomische Familiengeschichte: Der Film „Good bye, Lenin!“ kommt ohne die üblichen Westklischees über den Osten aus und wird zum Erfolg. Einstige DDR-Bürger erhalten ein Identifikationsangebot. Über den Filmerfolg von Wolfgang Becker
„Die geheimste Erinnerung der Menschen“ von Mohamed Mbougar Sarr: Fesselndes Meisterwerk
Mohamed Mbougar Sarrs „Die geheimste Erinnerung der Menschen“ ist alles in einem: Märchen, Krimi und Satire auf den Literaturbetrieb. Für seinen fesselnden Roman bekam der Senegalese Mohamed Mbougar Sarr den Prix Concourt 2021
Ewig lockt der Abgrund: True Crime ist zwar problematisch, aber enorm populär
Voyeurismus und Profitgier: Der Aufruhr um die Netflix-Serie über den Mörder Jeffrey Dahmer stellt das gesamte Genre „True Crime“ in Frage – zu recht?
„The Crown“ Staffel 5: Die Fassade bröckelt
Die fünfte Staffel von „The Crown“ befasst sich mit einem besonders desaströsen Jahrzehnt des britischen Königshauses. Das mag ein Grund sein, weshalb Netflix in der Debatte über die Fiktionalität der Serie erstmals nachgibt

Jürgen Becker: „Ich habe nicht viel Phantasie“
Der Dichter und Schriftsteller Jürgen Becker wird 90 Jahre alt. Wer ein solches Alter erreicht, der wird zum Chronisten gemacht, ob er will oder nicht. Hommage an einen Mann, der mit Worten die Sinne der Leser:innen berührt

Person und Psyche
Graeme Macrae Burnets „Fallstudie“ ist ein cleveres Verwirrspiel über das Ich und die anderen
Krieg ums Narrativ
Putin ist sich der Macht der Erzählungen bewusst. Mit einer besseren Geschichte werden wir ihn schlagen
Realität reicht nicht
Tomer Gardis zweiteiliger Roman „Eine runde Sache“ verbindet auf exzellente Weise Historie mit Fiktion. Dafür erhält Gardis 2022 den Leipziger Buchpreis
Geliebtes Chaos
Zwischen Verfeinern und Zuschlagen – der Filmemacherin Helke Sander zum 85. Geburtstag

Dystopie voran
Das Ausmalen künftiger Katastrophen ist populärer als das Fantasieren von Lösungen

Sci-Fi goes Klimakrise
Lange spielte die Erderwärmung in Romanen keine große Rolle. Doch nun ändert sich das. Über die neue Cli-Fi-Literatur

Dem Tod entfremdet
Die Covid-Gefahr scheint eingehegt, sprechen wir über ein Tabu: Natur lässt sich nicht kontrollieren

Space-Opera mit Volvos
Simon Stålenhags illustrierter Roman „Things from the Flood“ mixt rostige Stahlmonster und Zeitsprünge

Wildwest ohne Romantik
Mit nur drei Filmen, alle über radikale Außenseiter, hat Chloé Zhao sich als Regisseurin der Gegenwart etabliert
Maske auf und los
Wird uns die Pandemie in Filmen und Serien noch lange begleiten – oder wird das Thema verdrängt werden?

Mittel der Macht
Nicola Gess hat analysiert, welche Rolle Halbwahrheiten im postfaktischen Diskurs spielen
„Der Eiserne Vorhang ist noch da“
Als die Eltern in die DDR übersiedeln, ist Beatrix Langner 14 Jahre alt. Ihr neuer Roman changiert zwischen Autobiografie und Fiktion

Lebenslügen
Autofiktion wird selten kritisiert. Warum? Über Alem Grabovac’ „Das achte Kind“

Unbekannt verzogen
Trump umgarnt die „Vorstadthausfrau“. Ihre Realität sieht anders aus, als wir sie von „Mad Men“ oder David Lynch kennen