Identität
Das Wir im Rücken
Wer eine Identität kreiert, schließt immer Andere aus: Ein Paradox beim Engagement für ausgegrenzte Gruppen
Ich bin ein Warenkorb
Der heutige Mensch ist, was er isst, wie er sich kleidet, welche Zeitung er liest. Was das mit der Romantik zu tun hat und warum nun alle von Prosumenten reden
Dreadlocks sind okay, weißer Junge!
Das Buch der Stunde will das Band zwischen Kultur und Identität kappen. Der Philosoph und Sinologe François Jullien sagt: „Es gibt keine kulturelle Identität“
Schuld erbst du nicht
Ob Deutscher, Türke oder Kroate: Verantwortung für die Zukunft haben alle, sagt Autor Nicol Ljubić
Wo bleibt der Stolz?
Wenn die Linken die „kleinen Leute“ noch erreichen wollen, müssen sie ihre Sprache ändern
„Es sind unsere Kinder“
Vor dem Hintergrund der jüngsten Anschläge analysiert die Philosophin Bettina Stangneth die Abgründe des Bösen
Die Opfer-Logik
Der Maskulismus gibt Frauen die Schuld am Scheitern von Männern

Eine Hymne auf das Magazin „Hohe Luft“
„Worauf es wirklich ankommt“: Das Philosophiemagazin schafft es, komplexe Inhalte auch für Laien verständlich auf Papier zu bringen

La Grande Motivation
Alain Finkielkraut und andere Denker suchen nach einer neuen Erzählung für das multikulturelle Land

Identität
Ein US-Polizist hat Privatfotos vom Handy einer Verhafteten kopiert und damit ein Facebookprofil angelegt, um weiter zu ermitteln. Unser Lexikon der Woche klärt auf

Der neoliberale Charakter
Wir leben in einer Wirtschaft, die das Ethos verändert und psychopathische Persönlichkeitsmerkmale belohnt
Die Verwandlung
Alan Raphaeline hat nie daran gezweifelt, ein Mann sein zu wollen. Bis er krank und dadurch schließlich zu einer Frau wurde

Linke Melancholie
Jonathan Lethem zählt zu den großen amerikanischen Gegenwartsautoren. Sein neuer Roman „Der Garten der Dissidenten“ fragt nach den Phantomschmerzen der Geschichte

„Nomadische Kräfte“
Der französische Philosoph Alain Badiou über die aktuellen Debatten um Arbeitsmigranten und Asylsuchende

Wu Ming ist viele
Ein linkes Autorenkollektiv aus Italien schreibt ausgerechnet mit historischen Romanen gegen die Utopielosigkeit der Gegenwart an
Der falsche Türke
Hat sich das Verhältnis der Deutschen zu Zuwanderern tatsächlich gewandelt? Unser Autor hat andere Erfahrungen gemacht

Wenn die Mauern stürzen
Kritik am jüdischen Staat wird weiter mit Antisemitismus verwechselt, um existenzielle Entscheidungen zu vermeiden, die im Sog des arabischen Wandels unvermeidbar sind

Die ganze Geschichte
Jasbir K. Puar über Homophobie in der Mehrheitsgesellschaft, die Türpolitik des Berliner Clubs SO36 und das, was uns die Bilder aus Abu Ghraib über Toleranz erzählen

"Der Islam ist nur eine Abstraktion"
Der iranisch-amerikanische Intellektuelle Hamid Dabashi darüber, dass der "Europäische Islam" nicht weiterführt, und wieso Muslime in den USA besser integriert sind

Die Franzosenmacher kommen
In Frankreich und in der Schweiz wird wieder über "nationale Identität" debattiert. Das Thema steht vor allem für eines: Beliebigkeit, aber auch Intoleranz

Gespenster der Produktion
Derrida und die Wattestäbchen, oder: Warum das „Heilbronner Phantom“ keine Meldung aus der Rubrik Vermischtes ist, sondern politische Fragen beantwortet

Mangel macht manches auch leichter
Der Theaterkurator Rainer Hofmann über die Renaissance des Politischen, die Kraft von ästhetischer Selbstreflexion und Lokalpolitik auf der Bühne

Die schwierige Verwaltung der Leere
In seinem Sammelband "Psychoanalyse und die Philosophie des deutschen Idealismus" stößt Slavoj Zizek auf die Nicht-Identität
„Multitude“ von Antonio Negri und Michael Hardt: Das Projekt der Multitude
Antonio Negri und Michael Hardts Buch „Multitude“ krankt an einer Vermischung von philosophischer Theorie und politischer Debatte, an falsch historisierendem Marxismus und an mangelnder wissenschaftlicher Sorgfalt