Jean-Paul Sartre
Wie sich mit der Zeit der Blick ändert
Der Streit zwischen Albert Camus und Jean-Paul Sartre wird in zwei Biografien neu verhandelt. Dabei weichen die Autoren der historischen Situation aus
Der schmale Grat
In einer aufgeklärten Welt endet die moralische Verantwortung für die Not der anderen nicht an der Landesgrenze. Wo dann?

Schöne Seelen
Vor 60 Jahren kommt es zum Bruch zwischen Jean-Paul Sartre und Albert Camus. Der Streit über das Verhältnis zwischen Moral und Politik im Kalten Krieg entzweit sie

Der Weltverbesserer
Für Jean Ziegler sind Bücher Waffen. Das trifft auch auf das neueste Werk des populären Soziologen zu

Die Nestbeschmutzer
Man wird ja wohl noch sagen dürfen: Der Idiot der Familie spricht aus, was andere verschweigen, sieht sich deshalb als Aufklärer und stärkt nebenbei die kritische Abwehr

Brieftauben an Stalin
Henri Martin, der als 17-Jähriger für die Résistance kämpft, wehrt sich gegen den französischen Kolonialkrieg in Indochina und wird im Oktober 1950 exemplarisch bestraft

Ich war doch bloß Import
Eine in Honigseim gebadete Alice Schwarzer stellte im Deutschen Theater Berlin erstmals ihre Autobiografie vor

Im Namen der Anderen
Wie halten es die Autoren mit den Massen, die sie beschwören? In „Der Philosoph und seine Armen“ kritisiert Jacques Rancière den Paternalismus der Pariser Großdenker

Nach dem Nahkampf
Die intellektuelle Ehe ist ein komisches Ding. Siri Hustvedt testet ihre Tauglichkeit, Hannelore Schlaffer analysiert das Dauergespräch

Schlachtfeld Feuilleton
Der Pariser Medienintellektuelle Bernard-Henri Lévy hat Präsident Sarkozy im Krieg gegen Libyen die Hand geführt, zwischenzeitlich macht sich Gegenwind bemerkbar

Wenn die Mauern stürzen
Kritik am jüdischen Staat wird weiter mit Antisemitismus verwechselt, um existenzielle Entscheidungen zu vermeiden, die im Sog des arabischen Wandels unvermeidbar sind

Vom Propheten zum Mitstreiter
Die Intellektuellen sind nicht verschwunden. Sie haben nur etwas Autorität abgegeben – und damit ihre Rolle demokratisiert

Unwiderruflich
Ein Gespräch über die Gewalt, das Schlachtfeld und die Kunst

Der Minarett-Streit
Mit Hetze gegen den Islam und die Muslime gewinnen Rechtspopulisten nun, was Rechtsextreme lange vergeblich suchten: Unterstützung von politisch Unverdächtigen

Wenn Blasen platzen
Vor zwei Jahren ist André Gorz freiwillig aus dem Leben geschieden. Sein gerade erschiener Aufsatzband liest sich wie ein prophetischer Kommentar zu aktuellen Krise.

Tod eines Vorkämpfers
Francis Jeanson ist tot. Der Wegbegleiter Jean-Paul Sartres war einer der führenden französischen Intellektuellen gegen den Algerienkrieg

Verräter an seiner Herkunft
Paul Nizans Roman "Das Leben des Antoine B." ist eine Abrechnung mit der bürgerlichen Gesellschaft

Nach Ihnen, mein Herr!
Der französische Philosoph Emmanuel Lévinas wäre am 12. Januar 100 Jahre alt geworden

Das letzte Worumwillen
Theologie entwertet den Eigensinn menschlichen Handelns - sie ist nicht die Bekämpfung, sondern die Quelle des Nihilismus. Eine Säkularschrift zur Weihnachtszeit

Rechtsum im Kollektivtext
Oft sind Sartre die großen Irrtümer vorgeworfen worden. Aber wer irrt hier eigentlich?

Glück am Unglück
Sieh her! Fass mich nicht an! Wie bildeten sich Sartres Denkfiguren?

Brechts Maîtresse
Der Roman, der 2003 den Prix Goncourt bekommen hat, ist kein Höhepunkt deutsch-französischer Kulturbeziehungen

Vis-à-vis von nichts
Am 12. Juli wäre der Philosoph Günther Anders 100 Jahre alt geworden

Amerika vor seiner "Glaubwürdigkeit" retten?
Der Linguist und Philosoph Noam Chomsky über die vielen verlässlichen Geburtshelfer des Terrorismus