Judentum
Die Imamin
Kahina Bahloul ist in Frankreich die erste Frau, die das Freitagsgebet und andere islamische Zeremonien leitet

Sind Sie der Messias?
Die neu konzipierte Dauerausstellung im Jüdischen Museum in Berlin ist facettenreich, multimedial und debattierfreudig
Wer spricht? Wer nicht?
Wolfgang Benz’ Buch über Antisemitismus polarisiert. Dabei wäre es besser, für unterschiedliche Standpunkte offen zu sein
Wenn die Lebenden nicht von den Toten lassen
Will man das Land verstehen, sollte man seinen Umgang mit den Verstorbenen in Augenschein nehmen. Ein Essay der Soziologin Eva Illouz

Unser Haus brennt
Die alte Stadt Hebron ist eingezäunt und zerstückelt. Wie nirgends sonst sind hier die Traumata des Nahostkonflikts spürbar
Übersprungshandlungen
Die Debatte um das Jüdische Museum zeigt, wie emotional und ambivalent das deutsch-jüdische Verhältnis bis heute ist

Ein Land für alle Bürger
Antisemitische Angriffe nehmen vielerorts zu. Sie müssen unbedingt bekämpft werden. Aber: Antizionismus gleichzusetzen mit Judenhass, ist der falsche Weg
Garantiert kitschfrei
Peter Wyden erzählt in „Stella Goldschlag“ von der Auslöschung der Berliner Juden

Medien in Uniform
Während eines Seminars an der Jerusalemer Universität kommt es zu einer Meinungsverschiedenheit. Für die Dozentin endet das in einer Schmutzkampagne
Geht es um Mobbing?
Nie war die jüdische Herkunft ihres Sohnes in der Schule ein Problem. Bis ein Anruf bei unserer Kolumnistin Ängste auslöst
Ein Gag, der keiner war
Oliver Polak wirft in seinem Buch einem Moderator antisemitisches Verhalten vor. Sein Verlag will es nicht drucken. Dass es um Jan Böhmermann geht, verschweigen alle

Lesen wie ein Salafist
Thilo Sarrazin will die Gefahren des Islam aufzeigen. Leider erweist er sich dabei als sehr selektiver, schlampiger Leser des Korans

Sippe, eine Suppe
Wer mit wem verwandt ist, bestimmt die Biologie – oder? Christina von Braun sieht das als kulturelle Konstruktion
Wir wollen einfach eine Zukunft
Die palästinensischen Demonstranten wollen den Staat Israel weder abschaffen noch negieren. Sie wollen lediglich, dass ihre Stimme gehört wird

Verwirrung der Begriffe
Der Umgang mit der internationalen Bewegung BDS zeigt, wie Israel-Kritik prompt zum Antisemitismus erklärt wird

„Ich glaube an Streit“
Der israelische Schriftsteller Amos Oz erklärt seinen neuen Roman „Judas“ und die Politik in seinem Heimatland

1945: Hüter ohne Haus
Vor 70 Jahren wurde der Theologe Dietrich Bonhoeffer ermordet. Nach Kriegsende tat sich die Kirche schwer: Sollte sie den Verschwörer vergessen oder den Märtyrer ehren?
Enttäuschte Liebe
In der Debatte um den Gaza-Krieg werden Philosemitismus und Antisemitismus wieder zu Machtinstrumenten. Die wichtigen Fragen bleiben offen

Keine Fragen offen
Martin Heideggers „Schwarze Hefte“ kann man nicht schön reden. Aus ihnen spricht Antisemitismus, NS-Kitsch und Starrsinn

Medizinisch nutzlos?
Kollaborative Live-Recherche mit Wissenskarte: Religiöse Beschneidung bei minderjährigen Jungen ist bald straffrei. Aber ist sie auch mit ärztlicher Ethik vereinbar?

Aggressiv scharfsinnig
Der Germanist Walter Boehlich war Außenseiter und Intellektueller im besten Sinn: klug und belesen, in mehreren Sprachen zu Hause, unbestechlich und leidenschaftlich

Koscheres Essen
Mehr grundlegende Einführung in die heterogene Welt des jüdischen Glaubens als Kriminalfilm klassischen Zuschnitts: Der Münchner "Tatort: Ein ganz normaler Fall"

Koscher kuppeln
Heather Sirota arrangiert Ehen im ultraorthodoxen Viertel Mea Shearim in Jerusalem. Ihre Klienten werden immer wählerischer

Tausend Wüsten
Nach dem Pogrom vom 9. November 1938 werden letzte jüdische Schüler aus „arischen“ Lehranstalten vertrieben. Sie müssen an noch geduldete jüdische Volksschulen wechseln