Kolonialismus
Martinique: Aus der „Bewegung gegen das teure Leben“ wird ein politischer Faktor
Im französischen Überseedepartement Martinique berufen sich wieder mehr Menschen auf den Revolutionär und Befreiungstheoretiker Frantz Fanon – und das im Jahr seines 100. Geburtstages
„Öffnet die Grenzen!“ John Washington will das Ende des Nationalstaats
Offene Grenzen: Der Journalist John Washington sieht darin nicht nur eine Antwort auf den Klimawandel und koloniale Ungerechtigkeiten, sondern auch einen ökonomischen Vorteil
„Dahomey“: Ein Must-see, nicht für uns gemacht
Mati Diop bringt in ihrem essayistischen Dokumentarfilm „Dahomey“ eine einst von französischen Kolonialherren geraubte und nun nach Benin zurückgeführte Königsstatue zum Sprechen. Ein eindrucksvoller Film, der nachdenklich macht
Mithu Sanyals „Antichristie“: Reinkarnation mit Bart
Erfolgsautorin Mithu Sanyal taucht in ihrem zweiten Roman „Antichristie“ in die Abgründe der Dekolonialisierung ein, als die Heldin Durga im Körper eines Mannes aufwacht
Frantz Fanon schreibt 1961 „Die Verdammten dieser Erde“: Muskelträume
Der Psychiater Frantz Fanon von der französischen Karibikinsel Martinique sucht in „Die Verdammten dieser Erde“ nach Gründen für die gnadenlose Härte des antikolonialen Kampfes in Nordafrika, die für ihn alternativlos ist
Verwurzelt im Kolonialismus
In einer Gruppenschau zur Zimmerpflanze wuchert es mächtig. Das Kollektiv PARA erklärt, warum
„Tanz im August“ in Berlin: Kultur entsteht durch Austausch, nicht durch Abschottung
Performer*innen aus aller Welt, ein polyglottes Programm und ganz viel Migration: Das Festival Tanz im August in Berlin wäre ein Albtraum für alle Neurechte. Doch dass man so denkt, zeigt, wie tief deren Diskurse bereits eingesickert sind
Panafrikanische Malerei im Kunstmuseum Basel: Schwarzer Mann mit weißem Butler
In Basel wird die Schau „When We See Us. 100 Jahre panafrikanische figurative Malerei“ im Kunstmuseum verlängert. Laura Ewert war dort und empfiehlt: Fahren Sie hin!
Weltreisender: Zehn Fakten über Joseph Conrad
Am 3. August vor 100 Jahren starb der Weltschriftsteller, der in seinem Meisterwerk „Herz der Finsternis“ und anderen Romanen verarbeitet hat, was er auf See und in den Kolonialstaaten erlebte. Philipp Haibach über Joseph Conrad im Lexikon
Pia Arke im KW Institute for Contemporary Art: Das Löchlein in der Wand
Dekolonisierung betrifft nur den Süden? Die Werke der grönländisch-dänischen Künstlerin Pia Arke zeigen, dass dieser Prozess im hohen Norden längst nicht abgeschlossen ist
Multikultibrötchen aus Suriname: für Wilders zu würzig?
Zahlreiche surinamischen Restaurants in Rotterdam erzählen vom kolonialistischem Erbe der Niederlande. Das „broodje Suri“ ist fester Bestandteil des kulinarischen Alltags – im Gegensatz dazu steht das neue Migrationspaket der Regierung
Weiße besitzen mehr Spielintelligenz? Das koloniale Erbe des Fußballs
Schwarze laufen schneller, Weiße spielen klüger: Warum sich dieser rassistische Quatsch bis heute hält, erklärt Ronny Blaschke in seinem neuen Buch über „Kolonialismus und Rassismus im Fußball“
Comedy: Warum Briten nicht über Minderheiten lachen und Inder schon
Import, Export: Indische Comedians wie Anuvab Pal oder Urooj Ashfaq erobern Großbritannien – mit Witzen über sich selbst und über den Kolonialismus
„Schule des Südens“ von Onur Erdur: Worüber Foucault schwieg
Onur Erdur erforscht in seinem Buch „Schule des Südens“ die kolonialen Wurzeln der französischen Theorie
Lokale Akteure statt NGOs: Eine verrückte Idee?
Nur knapp zwei Prozent der Gelder zur Unterstützung von Krisenregionen gehen an lokale Hilfsorganisationen – globale NGOs übernehmen den Großteil humanitärer Hilfe. Sollten sie zugunsten lokaler Akteure mehr in den Hintergrund treten?
1974: Portugal und Griechenland werden ihre Diktaturen los
Ein Aufstand aus den Streitkräften heraus stürzt Machthaber Marcelo Caetano in Lissabon. In Athen haben die Obristen gleichfalls ausgedient
Erst Maoisten, jetzt Anti-China-Falken: Hütet euch vor den Grünen!
Annalena Baerbock will in China „nicht über die Vergangenheit sprechen“, der grüne Altvordere Reinhard Bütikofer bedauert, dass sich China nicht „verwandeln“ lässt. Wann wird die neue deutsche Arroganz lebensgefährlich?
Festival Internationale Neue Dramatik an der Schaubühne: Die wollen nicht nur spielen
Koloniale Kontinuitäten in Portugal oder italienische Arbeiter, die eine Fabrik besetzen: Das Festival Internationale Neue Dramatik an der Schaubühne in Berlin ist eine wohltuende Gelegenheit, über den eigenen Bühnenrand zu blicken
Hygiene-Museum in Dresden: Machtraum und Klubhaus
Wachsmodelle und gläserne Kühe für den Weltmarkt: In Dresden widmet sich das Hygiene-Museum seiner eigenen Geschichte als Produktionsstätte in der DDR
Liberalismus: Im Zweifel für die Idee der Freiheit
Im Namen des Liberalismus wurden Fehler gemacht und auch Grausamkeiten begangen. Doch wer sich manche seiner Kritiker ansieht, muss auf seine Rekonstruktion hoffen. Eine Umschau
Sofi Oksanen: „Putins Krieg gegen die Frauen“ – Über hundertzehn Stichwunden
Die finnisch-estnische Schriftstellerin Sofi Oksanen analysiert in ihrem Essay „Putins Krieg gegen die Frauen“ die Misogynie in Russland als stabilisierendes System
Slavoj Žižek: Israels Regierung verkörpert nicht länger unsere westlichen Werte
Während sich in Gaza die zerstörerische Kraft des Fortschritts zeige, kämpfe die Ukraine für europäische Werte: Slavoj Žižek kommt angesichts der aktuellen Kriege zu ganz unterschiedlichen Positionen. Der Ruf nach Frieden ist nur eine davon
Kunst und Kolonialismus: Das Ideal des weißen Mannes
Die Royal Academy in London ist nicht das erste Museum, das sich seiner Kolonialgeschichte stellt. So fesselnd und überzeugend wie hier gelang es noch nie
Südafrikas Klage in Den Haag: Es steht nicht nur Israel vor Gericht
Südafrika stellt mit seiner Klage den Anspruch des Westens auf moralische Überlegenheit auf die Probe. Den Palästinensern wurde immer wieder bedeutet, dass ihre Situation eine Randposition sei. Aber dieser Fall verleiht ihnen Legitimität