Moral
Ilija Trojanow über Macht: „Sie braucht wendige Akrobaten der Arschkriecherei“
Es ist eines der wichtigsten Bücher dieses Frühjahrs: Ilija Trojanow analysiert in „Buch der Macht“ auf ungewohnte Art die Prinzipien von Macht und Herrschaft. Wie viel Einfluss hat dabei die Literatur?
„Bioethik ist schwierig“: Die Philosophin Petra Gehring über ihr neues Standardwerk
Petra Gehring untersucht die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Moral und erzählt in ihrem Buch „Biegsame Expertise“ die spannende und zugleich problematische Geschichte der Bioethik. Im Interview spricht sie über ihre Forschung
„Die Klinik der Würde“ von Cynthia Fleury: Würde ist mehr als nur Anerkennung
Cynthia Fleury untersucht in „Die Klinik der Würde“, wie der Begriff der Würde politisch wirksam werden kann. Zwischen Diagnose und Heilung entwirft sie Wege zu einer gerechteren Gesellschaft
Juliane Löffler: „Bei P. Diddy und Gisèle Pelicot sehen wir: Es wurde aus MeToo gelernt“
Die Gewalt gegen Gisèle Pelicot, die lange Liste von P. Diddys mutmaßlichen Verbrechen: Wird die sexualisierte Gewalt schlimmer trotz MeToo? Die Journalistin Juliane Löffler erkennt in den aktuellen Fällen im Gegenteil einige Fortschritte
Ist das Märchen zu Ende? Greta Thunberg und ihr pro-palästinensischer Aktivismus
Die Initiatorin von Fridays for Future, Greta Thunberg, setzte sich in jüngerer Vergangenheit medienwirksam weniger fürs Klima als für pro-palästinensische Belange ein. Wie aus einer Klimaheldin eine Ikone der Orientierungslosigkeit wurde
Über „Irrtumskosten“
Der Mainzer Philosoph Tim Henning sagt, es gäbe Kriterien der Wissenschaft, die in den Bereich der Moral hineinreichten. Was ist problematisch an seinen Schlussfolgerungen?
Wie der Krieg die Seiten wechselte
Im März 1899 brach in Frankreich eine Philosophen-Diskussion über Krieg und Frieden los. 125 Jahre später wiederholt sie sich – mit vertauschten Rollen: Jetzt sind es die selbsterklärten Progressiven, die an die Waffen rufen
Frank Trentmanns Analyse der „Moralisierung“: Wie die Deutschen allzu gut wurden
Immer öfter wird hierzulande vor „Moralisierung“ gewarnt. Frank Trentmann hat sich auf deren Spur begeben
Liberalismus: Im Zweifel für die Idee der Freiheit
Im Namen des Liberalismus wurden Fehler gemacht und auch Grausamkeiten begangen. Doch wer sich manche seiner Kritiker ansieht, muss auf seine Rekonstruktion hoffen. Eine Umschau
Das eigentliche Problem mit der Moralisierung von heute
Das „Gift der Moralisierung“, hat Michael Andrick neulich hier geschrieben, zerstöre unsere Gesellschaft. Falsch, sagt Michael Jäger – sie weicht aber den wirklich wichtigen moralischen Fragen aus
Das Gift der Moralisierung
Anklage und Personalisierung anstelle von sachbezogener Diskussion gefährden die soziale Gemeinschaft. Der Philosoph Michael Andrick über die ständige Moralisierung gesellschaftlicher Debatten – und was das mit uns macht
Klimafakten-Chefredakteur Carel Mohn: „Mit Wissen allein überzeugen wir Skeptiker nicht“
Zwar heißt das Medium, dessen Chefredakteur Carel C. Mohn ist, „klimafakten.de“ – aber schon lange wissen er und sein Team, dass man Grünenhasser nicht mit Daten und Zahlen zur ökologischen Lage überzeugt. Hier schlägt er Alternativen vor
Judith Butler über den Terror der Hamas und die Geschichte der Gewalt
Die Philosophin Judith Butler fragt, wie wir die Entstehung der Gewalt der Hamas verstehen können, ohne ihre Gräuel zu relativieren. Gibt es einen Weg, alle Leben im Nahen Osten gleichermaßen wertzuschätzen – und alle Opfer zu betrauern?
Tugendpächter: Klassenkampf der Herablassung
Geschmäcker und Affekte aus der oberen Mittelschicht verdrängen die soziale Frage. Was die US-Autorin Catherine Liu zu Moral und Solidarität schreibt, ist auch in Bezug auf Deutschland lesenswert
Sahra Wagenknecht und die Linkspartei: Die Selbstzerstörung der Linken
Sahra Wagenknecht soll und wird gehen. Zurück bleibt eine Partei, deren Horizont an der Sitzungstischkante endet. Gunnar Decker über die aktuelle Situation der Linkspartei
Die Clanwirtschaft an den deutschen Hochschulen
Burschenschaften sind nicht mehr die Hauptorte. Der Filz ist aber nicht aus der Uni verschwunden. Ganz im Gegenteil
Ukraine-Krieg: Mut zum Deal
Warum es gut wäre, wenn die Moral in den Debatten über politische Entscheidungen der Bundesregierung zum Ukraine-Krieg etwas kürzerträte
Moralisch fragwürdig: Intellektuelle wollen nur mit Gleichgesinnten streiten
Es ist salonfähig geworden, im Namen von Image und Moral einen passiven Angriffskrieg auf den anständigen Streit zu führen. Das ist gefährlich

Vom Störfall zur Zeitenwende: Was bleibt von der Pandemie?
Als sich „die Wissenschaft“ mit Moral und Politik vermählte: Der Literaturwissenschaftler Carsten Gansel erklärt, warum wir besser daran täten, die Corona-Pandemie sorgfältig aufzuarbeiten
Hexenjagd oder moralische Panik? Adrian Daub glaubt nicht an eine „Cancel Culture“
Alle reden von „Cancel Culture“, aber gibt es sie wirklich? Denn: Keiner kann sie definieren. Möglicherweise ist sie nur ein altes Gespenst mit vielen Verwandten. Der Literaturwissenschaftler Adrian Daub klärt auf
Erst das Fressen, dann die Moral
Wenn das progressive Lager etwas bewirken will, darf es nicht erwarten, dass jeder schon jetzt auf der richtigen Seite steht. Deshalb: Die Angst vor Widersprüchen muss abgelegt werden – Plädoyer für einen heißen Herbst ohne Scheuklappen
„Wir waren alle momentan Feuerbachianer“
Vor 150 Jahren starb Ludwig Feuerbach. Seine Religionskritik wies dem jungen Karl Marx den Weg, doch Feuerbachs Bedeutung erschöpft sich darin längst nicht. Unser Lexikon über den bedeutenden Philosophen und Anthropologen
Der Geist der Freiheit, die Liebe zum Ungezähmten: Jörg-Uwe Albigs „Moralophobia“
Jörg-Uwe Albig fragt in „Moralophia“, woher all die Wutbürger kommen. Dabei entdeckt er Gemeinsamkeiten zwischen Götz von Berlichingen, Vielfliegern und SUV-Fahrern
Alexandra Kollontai: Als die Sowjetunion vor 100 Jahren das Patriarchat kurz abschaffte
In einem Erzählband bricht die Bolschewikin Alexandra Kollontai 1924 mit der Illusion, dass Emanzipation mehr Liebesglück garantiert