Moschee
Eine schwierige Balance
Seit die Vertreter des politischen Islams die Führung übernommen haben, wenden sich immer mehr Menschen von ihnen ab. Wird die Macht der Bewegung ihr zum Verhängnis?
Im Namen Allahs
Ludovic-Mohamed Zahed gründete bei Paris die erste Moschee für Homosexuelle in Europa. Er kämpft für die Homo-Ehe – und für einen Islam, der niemanden diskriminiert
Muslimische Gesellschaften sind komplex
Wir glauben zu wissen, was Islam bedeutet. Doch selbst viele Muslime wissen das immer weniger

Staat am Abgrund
Mit den zerstörten Mausoleen von Timbuktu haben Al-Qaida-Filialen nicht nur Macht demonstriert. Sie beanspruchen, eine ganze Region in ein Kalifat zu verwandeln
Das satte Grün des Arabischen Frühlings
Der Vormarsch zur Demokratie wurde von Libyen bis Ägypten zum Aufmarsch eines politischen Islam. Das gefällt besonders den Autokratien in der Golfregion

Der zweite könnte bald erster Sieger sein
Nach den Wahlen gilt der Islam mehr denn je als Synonym für sozialen Ausgleich. Davon profitieren zunächst die Muslimbrüder, vor allem aber die radikaleren Salafisten

Unter freiem Himmel
Der Starfotograf zu Gast bei armen Leuten? Martin Parr hat im Pariser Migrantenviertel "La Goutte d'Or" fotografiert - und Außergewöhnliches entdeckt

Der 11. September auf Kurzwelle
Seinen Feinden galt er als religiöser Fanatiker und Terrorist – seinen Anhängern als visionärer Führer und charismatische Galionsfigur islamischer Frömmigkeit

Kulissenschieben am Putin-Prospekt
In Grosny schreitet zwar der Wiederaufbau voran, doch der innere Frieden der Kaukasusrepublik ist trügerisch, die terroristische Gefahr noch längst nicht gebannt

Revolution auf Arabisch
Wenn sich die Nordafrikaner die Entscheidungsgewalt über ihre Zukunft zurückerobern, bieten sie ein überzeugenderes Beispiel für die arabische Jugend als jeder Islamist

Sie stinken vor Hass
Die wegen Blasphemie zum Tode verurteilte Christin Aasia Bibi kann dem Henker entgehen, aber auch dann wird sie von der Pogromstimmung in ihrem Heimatdorf bedroht sein

Verantwortlicher für alles
Beim Internationalen Filmfestival von Dubai gab es neben Promis, Preisen und Filmen auch Einführungen in die Gebetskunde und nützliche Hinweise für den Umgang mit Zensur

Antimuslimische Hochburg Deutschland
Deutsche hatten schon vor Sarrazin mehr Vorurteile gegen Muslime als andere Europäer. Jetzt drücken sie diese freier aus. Das bezeugen nicht zuletzt die Islamverbände

Ein paar Usbeken, ein paar Tataren
Ohne Gastarbeiter aus Zentralasien und aus dem Kaukasus würde in Moskau nur halb so viel gebaut. Um die Integration der muslimischen Arbeitsnomaden kümmert sich niemand

Die Jerusalem-Frage
Nach über 60 Jahren ist das Urteil zur Tempelstadt Ayodhya gefallen. Es ist viel zu salomonisch, um Religionsfrieden zwischen Muslimen und Hindus stiften zu können

„Die islamische Welt wird zerbrechen“
Der ägyptische Politologe Hamed Abdel-Samad über Spiritualität, Muslime in der Isolation und die Notwendigkeit eines postkoranischen Diskurses

Rufmord an einem „Anti-Terroristen“
Der Fall des Imams von Manhattan und seines Moschee-Projektes zeigt, wie salonfähig Islamophobie in Amerika inzwischen ist. Zum Jahrestag von 9/11 allemal

Großes Unglück für den Imam
Der Geistliche Feisal Rauf aus New York galt als Gesicht des liberalen Islam in Amerika. Jetzt wird er wegen 9/11 zum Blitzableiter einer antimuslimischen Hysterie

Intellektuelle Hexenjagd
Der Widerstand gegen die Moschee von Ground Zero ist kein Zeichen neuen Hasses. Er ist das Resultat kontinuierlicher Desinformation

Katz-und-Maus-Spiel
Religiöser Rigorismus ist die größte Hürde für den gesellschaftlichen Wandel in Saudi-Arabien, der jedoch kaum mehr aufzuhalten sein dürfte

Der Imam krächzt aus dem Lautsprecher
Der einstige Popstar Antonio Romero ist vor Jahren zum Islam konvertiert, heißt nun Abd As-Samad, züchtet Oliven und gründete in Andalusien ein Zentrum der Begegnung

Zweifel am Züchtigungsrecht
Ist der Islam mit der Gleichberechtigung vereinbar? Ja, sagen muslimische Denkerinnen wie Samia Osman. Ein Überblick

„Ein Schlag ins Gesicht“
Der Bostoner Islamwissenschaftler Jonathan Bloom über die Geschichte des Minaretts und seine kulturhistorische Bedeutung

Faustrecht und Junkie-Bus
Drogenclans übernehmen an Madrids Peripherie die Kontrolle. Die Polizei traut sich kaum mehr, die betroffenen Viertel zu betreten, die Politik ist sowieso machtlos