Ökologie
Ein sagenhafter Coup: Wie die DDR einmal zum Vorreiter in Sachen Naturschutz wurde
Im allerletzten Moment stellte die Regierung der DDR fünf Prozent ihres Staatsterritoriums unter Naturschutz. Ausgerechnet die letzte Volkskammerwahl am 18. März 1990 hätte das beinahe vereitelt
Bernd Stegemann: „Robert Habeck ist eine tragische Figur“
Im 21. Jahrhundert müsste Ökologie zentral sein, doch es ist ein Verliererthema. Der Kultursoziologe Bernd Stegemann erklärt im Gespräch, warum daran paradoxerweise die allzu heiligen Grünen Schuld sind
Megafarmen auf Yucatán in Mexiko: Der Weltmarkt will Schweinefleisch – und bekommt es
Manche Orte auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán werden von großen Schweinemastbetrieben förmlich belagert. Ein Großkonzern profitiert, während die Bevölkerung in Maya-Dörfern an ökologischen Schäden leidet – das Trinkwasser wird knapp
100 Jahre Welttierschutz: Sie geben einander sogar Namen
Wir wissen fast mehr über das Weltall als über Tiere. Dabei ist unser Verhältnis zu diesen eine der ganz großen Herausforderungen. Manche meinen sogar, wir sollten uns mit ihnen vermischen: Fragen an das zweite Jahrhundert im Tierschutz
Steine der Weisen: Lego will bis 2026 die Hälfte des Plastiks durch Ökomaterial ersetzen
Lego hat gerade einen Umsatzanstieg von 13 Prozent für die erste Hälfte dieses Jahres verkündet. Hat das etwas damit zu tun, dass der Spielzeughersteller ein ambitioniertes Nachhaltigkeitsziel bis zum Jahr 2026 ausgerufen hat?
Erdüberlastungstag: Jetzt ist eigentlich alles zu Ende
Am 1. August 2024 ist Earth Overshoot Day. Dann sind alle ökologischen Ressourcen, die ein sich selbst erneuernder Planet produzieren kann, aufgebraucht. Was bedeutet das für uns und unser Leben auf der Erde?
Das passiert gerade in Brandenburg: Steppe entsteht, der Wald wird südeuropäisch
Eichen, Buchen oder Fichten im Osten und Süden Deutschlands werden Trockenheit und Hitze nicht mehr lange überleben – stattdessen könnte es hierzulande bald so aussehen, wie in Südeuropa. Ein Weckruf für Waldliebhaber:innen
Glyphosat-Alarm in deutschen Seen: Aus der Landwirtschaft kommt es nicht – woher dann?
Das Pflanzengift Glyphosat tötet fast alles Unkraut ab und steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Immer öfter ist es auch in Gewässern nachweisbar. Eine Forscherin hat nun herausgefunden warum das so ist
Ryusuke Hamaguchis neuer Film „Evil Does Not Exist“: „Dieses Idyll trügt“
Für „Drive My Car“ bekam Ryusuke Hamaguchi 2022 einen Oscar. Sein neuer Film „Evil Does Not Exist“ spielt in einer ökologisch idyllischen Waldregion abseits von Tokio. Ein Gespräch über Umweltschutz in Japan und Rationalität im Kino
Ecuador: Rosenzucht für den Weltmarkt schafft mehr Arbeitsplätze als Bananen oder Palmöl
Neben der Konkurrenz aus den Niederlanden, Kenia und Äthiopien haben sich die Blumenproduzenten mit ihren Plantagen am Vulkan Cayambe in Ecuador etabliert. Doch schädigt das Versprühen von Pestiziden die Umwelt
„Ich wäre gerne auf der Seite der Bauern. Aber sie machen es mir schwer“
Auf dem Land herrscht ein Verdrängungskampf. Doch anstatt das innerhalb der Bauernschaft zu verhandeln, machen die Landwirte nur möglichst viel Ärger und stützen damit weiterhin eine Politik für die Gewinner
Darm mit Charme: Wissenschaftler fordern biologische Vielfalt bei Emojis
Eine Studie hat 112 Emojis untersucht. Ergebnis: Katzen, Hunde, Löwen und Pandas gibt es massenhaft als Emoticons, aber viele vom Aussterben bedrohte Arten werden ignoriert in den sozialen Medien. Wissenschaftler rebellieren nun dagegen
Soziologe Steffen Mau: „Klimapolitik, das ist ein Klassenkampf im Werden“
Wer wenig verdient oder Bürgergeld bezieht, erfüllt die Pariser Klimaziele schon jetzt: Der Soziologe Steffen Mau spricht über die „Ökologie der Arbeiterklasse“, die medial fast nie vorkommt, und warum ungerechte Klimapolitik scheitern muss
„Die Rechte der Natur“ von Tilo Wesche: Dem Menschen gleichgestellt
Immer mehr Staaten erkennen an, dass die Natur eigene Rechte besitzt. Aber wie lässt sich das begründen – oder gar anwenden? Fragen, denen der Philosoph Tilo Wesche in seinem Grundlagenwerk „Die Rechte der Natur“ nachgeht
Landtagswahl in Hessen: Lieber Grenzen als Gerechtigkeit
Ganz schön weit rechts: Migration und Klimathemen dominieren den Wahlkampf. Deutlich wird vor allem eins – der Rechtsruck in der Gesellschaft
Populismus-Experte: „Auch Greta Thunberg ist gegen die Eliten“
Sind Fridays for Future und Co. „Ökopopulisten?“ Oder reden nur Rechte dem Volk nach dem Mund? Der Politikwissenschaftler Aron Buzogány erklärt, für wen die Bezeichnung Populist taugt – und ob es auch Faschisten im grünen Gewand gibt
Was ist Neoliberalismus – und was kommt nach ihm? Amy Kapczynski im Gespräch
Die US-Juraprofessorin Amy Kapczynski hält viele Definitionen von Neoliberalismus für zu ungenau. Für eine nicht neoliberale Zukunft müssten wir aber verstehen, warum diese Logik der Regierungsführung so attraktiv war – auch für Linke
Ohne Sahra Wagenknecht: Eine Chance für die Linke und den Entwurf einer neuen Gesellschaft
Die Linkspartei sucht nach Strategien: Sie muss sich auf neue Arbeitswelten einlassen. Und zugleich das Feld der Ökologie den Grünen streitig machen
Eva von Redecker im Gespräch mit Jakob Augstein: „Freiheit bedeutet, Zeit zu haben“
Reisen, Konsum, Dieselautos – für den heutigen Liberalismus sind solche Werte der Ausdruck größter Freiheit. Eva von Redecker setzt diesem Denken ihr Konzept der „Bleibefreiheit“ entgegen. Jakob Augstein hat sie erklärt, was das heißt
Die da oben: Wie der Klimawandel die Insekten in die Berge treibt
Ameisen, Käfer, Schmetterlinge: Viele Tiere fliehen vor der Erwärmung in höhere Lagen. Das kann katastrophale Auswirkungen auf die Ökosysteme haben. Wenn Forscher und Bergwanderer zusammenarbeiten, kann der Trend womöglich gestoppt werden
Frankreich: Macht und Widerspruch
Die Rentenreform in Frankreich spaltet die Gesellschaft. Das Land steckt nicht nur in einer tiefen Krise. Auch seine Demokratie hat Schaden genommen
Gedrehte Perspektive: Windräder als Kunstwerke
Windräder zerstören die Schönheit der Landschaft, heißt es oft. In der Industriegeschichte ist diese Angst nicht neu – früher betraf sie etwa die Eisenbahn. Heute kann eine Verbindung von Kunst und Ökologie bei der Versöhnung helfen
WG versus Kommune: Rainer Langhans und Inga Pöting über alternative Wohnformen
Er lebte von 1967 an in der Kommune 1, sie wohnt heute in einer Fünfer-WG mit Kind und ohne Gemeinschaftsraum. Rainer Langhans und Inga Pöting über das gemeinsame Leben auf engem Raum
Brauchen wir einen grünen Klassenkampf?
Nicht nur die „Letzte Generation“ glaubt, dass im Kampf gegen den Klimawandel mehr Radikalität nötig ist. Aber wie viel brauchen wir wirklich?