Ostdeutschland
Sie ist nach den Wahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg erneut entbrannt, die Debatte über die starke AfD in Ostdeutschland. Doch was ist eigentlich in Westdeutschland los? Warum kommt dort so gar nicht an, was hier im Osten diskutiert wird? Versuch einer Debatte auf Augenhöhe
Linke-Urgestein: „Das BSW übersieht den imperialen Charakter von Putins Krieg“
Der gebürtige Österreicher Peter Porsch war fast 20 Jahre Abgeordneter für die PDS, dann für die Linke im sächsischen Landtag. Im BSW sieht er keine Alternative. Vielmehr müsse die Linke manches neu erlernen, wie die KPÖ in Österreich
Osten: Mit der Demokratie in Deutschland ist es wie mit Thomas Manns „Zauberberg“
Von 54 auf nur noch 30 Prozent Zustimmung in zwei Jahren: Die Demokratie, wie sie in Deutschland funktioniert, hat vor allem im Osten ein Legitimationsproblem. Kein Wunder, wenn sie ähnlich exklusiv gerät wie ein Schweizer Sanatorium
„Zukunftszentrum“ in Halle: Die ewige Einheitssuche
In Halle entsteht ein Mega-Museum zur Wendegeschichte. Aber wieso baut man so etwas eigentlich nicht im Westen?
Der Laie staunt: Sind Ostdeutsche wirklich sexistischer?
Die Leipziger Autoritarismus-Studie 2024 legt nahe, dass die Einstellungen der Ostdeutschen erstmals sexistischer sind als die der Westdeutschen. Unsere Autorin Marlen Hobrack überzeugt diese Schlussfolgerung nicht
Lästige Konkurrenz? Wie es der Kunsthochschule im Ostteil Berlins nach 89 erging
Von den Umwälzungen, die auf den Mauerfall 1989 folgten, war auch die Kunsthochschule Berlin im Ostteil der Stadt stark betroffen. Zwischenzeitlich drohte ihr sogar die Schließung. Über ausgebremste Reformvorhaben und Lehren für heute
35 Jahre nach dem Mauerfall zerfällt die amerikanische Hegemonie
Dieser Tage wird der Mauerfall am 9. November zum 35. Mal „gefeiert“. Was dabei oft ausgeblendet wird: Schon an diesem historischen Tag begann der Ausverkauf der Revolution – und der Osten erlag den Versuchungen des kapitalistischen Westens
Autor Lorenz Just zu 35 Jahre 1989: Begrüßungsaktien, das wär's gewesen
Lorenz Just wurde 1983 in Halle geboren. Aufgewachsen ist er im Schatten der Mauer – er schlief, als sie fiel. Was bleibt für ihn von 1989? Über die Suche nach einem roten Faden
„Die AfD hat es irgendwie geschafft, den Osten wieder positiv zu besetzen“
Seitdem die Wahlergebnisse im Osten immer blauer werden, sind die „neuen Bundesländer“ ein Dauerbrenner. Jakob Augstein hat den Schriftsteller Ingo Schulze gefragt, wie er es hält – mit AfD, Militäreinsätzen und Sahra Wagenknecht
Ja, die Bündnisgrünen werden gerade gebeutelt. Optimismus ist trotzdem Pflicht
Unser Autor Nick Reimer hatte „Acht Thesen zum Niedergang der Grünen in Ostdeutschland“ formuliert: Hier antwortet Bernhard Stengele, bündnisgrüner Energie- und Umweltminister in Thüringen
Als Millionäre aus Hongkong die DDR retten wollten
Am 7. Oktober 2024 hätte die Deutsche Demokratische Republik ihren 75. Geburtstag gefeiert – hätten die nach Berlin angereisten Hongkong-Millionäre Erfolg mit ihrer Mission gehabt
Deutsche Einheit: Was sich im Osten tut, ist ein Seismograf des künftigen Westens
Vor 34 Jahren wurde die DDR an die Bundesrepublik angeschlossen. Zerstören die renitenten Ostdeutschen gerade die Westbindung und damit das Erfolgsmodell Westdeutschlands – oder könnten sie vielmehr endlich zu dessen Reformierung beitragen?
Charly Hübner und Sven Regener: „Wir sind die fleischgewordene Wiedervereinigung“
Charly Hübner hat einen Film über Sven Regeners Band Element of Crime gedreht: „Wenn es dunkel und kalt wird in Berlin“. Ein Gespräch über künstlerische Konflikte und was ihre Zusammenarbeit stark macht
Acht Thesen zum Niedergang der Grünen in Ostdeutschland
Auch in Brandenburg sind Bündnis 90/Die Grünen aus dem Landtag geflogen. Warum ist die Partei in Ostdeutschland so erfolglos?
Anti-asiatischer Rassismus: Aufgewachsen im Osten, unsichtbar im Diskurs
Hami Nguyen ist ostsozialisiert und weiß, was es heißt, Rassismus ausgesetzt zu sein. Und dass die Maßnahmen der 1990er dagegen nicht helfen werden
Hallo, Schwester Niedertracht: Die Baseballschlägerjahre kehren nazihimmelblau zurück
Rechts sein ist populär. In den ländlichen Gebieten Ostdeutschlands ist ein Ton zu hören, der die Autorin Manja Präkels an die 1990er Jahre erinnert, und sie fragt sich: Waren die Baseballschläger nie weg, und nur wir sind davongerannt?
Ich Ossi will kein Ossi-Versteher mehr sein
Nach den Wahlen in Sachsen und Thüringen ist vor der Wahl in Brandenburg. Die AfD-Erklär-Maschinen laufen auf Hochtouren. Unser Autor ist selbst in der DDR groß geworden, aber ihm reicht es jetzt mit dem Rechte-Ossis-Verstehen
Ost-West-Debatte: So ist das mit Erinnerungen
Mit einer kunstvollen Sprache hebt sich Ines Geipels „Fabelland“ wohltuend von anderen Sachbüchern ab. Statt kraftvoller Thesen stellt die Autorin Erinnerungen und Fragen in den Raum
Ostdeutschland, Lostdeutschland? Hören wir mal hin
Die Wahlen von Thüringen und Sachsen haben viele Menschen in Deutschland schockiert. Doch noch immer hören wir zu wenig ostdeutsche Stimmen. Die Podcasts „OKF“ und „Springerstiefel“ wollen das ändern
Ausstellung „Die Kids sind nicht alright!“: DDR-Kultur aus Sicht der Wende-Millenials
Lässt sich die Aufarbeitung ostdeutscher Kultur neu erfinden – ohne Ostalgie und Klischees? „Die Kids sind nicht alright!“ zeigt Werke von Künstler*innen, die in der Spätphase der DDR oder unmittelbar nach der Wende Kinder waren
Westdeutschland: Eine Erfindung des Ostens
Der Wahlerfolg der AfD wird auch als Revanche des Ostens interpretiert. Unsere Autorin ist über drei Jahrzehnte nach der Wende genervt von der Erzählung über den bösen Westen
Ingo Schulze: „Die AfD erinnert mich an die Stimmung der ,Wir sind ein Volk‘-Demos“
Der Dresdener Schriftsteller spricht über eine schon 1990 falsch verstandene Wut, stellt verschiedene Sprechweisen über den Ukrainekrieg in West und Ost fest und wünscht sich eine kritischere Selbstbefragung Westdeutschlands
Von der Trauma- zur Abstiegsgesellschaft: Der Osten gibt dem Westen die Quittung
Für das westdeutsche Kapital sind die neuen Bundesländer nur ein billiger Investitionsstandort. Seit Jahrzehnten gibt es schwache Gewerkschaften und niedrige Löhne im Osten. Haben wir geglaubt, die Menschen würden das einfach hinnehmen?
Sahra, Suhl und Solingen: So läuft der Wahlkampfendspurt in Thüringen
Es ist nach Solingen, aber vor den Wahlen am Sonntag: Wie und wie lange BSW und CDU im Thüringer Landtagswahlkampf über Migration sprechen. Und was im Wahlkampfendspurt wirklich zählt. Eine Reportage
PEN Berlin in Sonneberg: Was alles gesittet und freundlich gesagt wird
50 bis 60 Thüringer diskutierten in Sonneberg über Meinungsfreiheit und Demokratie. Moderator Martin Jankowski berichtet, wie er den Abend erlebt hat