Ruanda
Nigers Mangel an Ehrfurcht vor dem postkolonialen Establishment hat etwas Erfrischendes
Die Deutung der Ereignisse in Niger ist unterkomplex, bedient eine affirmative westliche Sicht und abstrahiert vom Wandel des Souveränitätsverständnisses in Afrika, besonders in der Sahelzone
Rekultivierung: Zuchtfarmen in Ruanda retten bedrohte Fischbestände
Kleine Unternehmen im Akagera-Nationalpark sorgen für den Erhalt der natürlichen Umwelt und fördern so die Entwicklung der lokalen Gemeinden
Eine Frage des Rechts: Wann ist ein Massenmord ein Genozid?
Unser Autor hat über Völkermord geforscht. Er plädiert für einen vorsichtigen Umgang mit dem Genozid-Vorwurf, wie er gerade im Ukraine-Krieg massiv erhoben wird
Bilder des Massakers in Butscha: Echo des Grauens
Ob wir wollen oder nicht: Die Bilder des Massakers reißen uns alle hinein in die Logik des Krieges

„Ist billig und macht satt“
Seit ein paar Jahren florieren Milchbars, meist geführt von jungen Frauen. Der Konsum soll Kinder vor Unterernährung schützen
Held – oder Verbrecher?
Paul Rusesabagina, Hauptfigur im Film „Hotel Ruanda“ über den Genozid von 1994, ist des Terrorismus angeklagt
Der Massentourismus zerstört seine Ziele
Kreuzfahrtschiffe, Umweltverschmutzung, Wassermangel: Der Tourismus bedroht die Orte, die von ihm abhängen. Ist eine Wende möglich?
Die Weltbank hat gelernt
Die ärmsten Länder können wegen der Krise mit einem Schuldenerlass rechnen
Außer Kontrolle
Nora Bossongs neuer Roman zeigt, wie weltpolitische Fragen und partikulare Begierden sich reiben – und irrlichtert in der Genozidfrage
Klempner Karls imperiale Hegemonie ist vorbei
Unsere Autorin begrüßt Ruandas Importverbot für Second-Hand-Kleidung
Wir müssen geduldig sein
25 Jahre nach dem Genozid gilt das Land als demokratisches Vorbild. Doch der Aufbruch ist jederzeit in Gefahr

1998: Auf Bewährung
Nach zähem Vorlauf wird der Internationale Strafgerichtshof gegründet. Der US-Jurist Benjamin Ferencz hat dafür gekämpft – und sieht das Ergebnis zu Recht mit Skepsis
Revival für den Mega-Mao
Ausläufer der chinesischen Seidenstraße führen in den kleinen Fischerort Bagamoyo am Indischen Ozean. China betrachtet den Ort als Shenzhen Ostafrikas

West-östlicher Fetisch
Die USA und China piesacken einander mit Zöllen. So könnten sie eine regional funktionierende Ökonomie anschieben

Der Funke ins Pulverfass
Der Völkermord von 1994 hatte eine Vorgeschichte in Uganda. Die USA kannten viele Details, unternahmen aber nichts – Teil II

Rarer weißer Freund
Der Afrikaforscher Richard Kandt wird in Ruanda bis heute verehrt, denn er ging respektvoll mit den Menschen um. Ein anderer Deutscher hält sein Erbe lebendig
Lokal ins World Wide Web
Immer mehr Menschen in Afrika sind online. Doch Server und Onlineservices liefern oft andere Kontinente. Das stört die Entwicklung, doch es gäbe Lösungen

Gehen
Ob spazieren, flanieren oder wandern: Manchmal taugt das Gehen sogar zur Kunstform. Wie bei Christos Installation, mit der auch Atheisten übers Wasser wandeln können

Das ewige Gefängnis
Wer im Flüchtlingslager Dzaleka in Malawi lebt, kommt oft nicht mehr heraus
Jenseits der Struktur
Während die Welt mit anderen Krisen beschäftigt ist, bricht in dem ostafrikanischen Land erneut Gewalt aus

Die Kraft des Zuhörens
Thérèse Mapenzi hilft in der Demokratischen Republik Kongo Frauen, die missbraucht wurden

Kos oder Köln und der Kongo
Milo Raus neues Stück „Mitleid. Die Geschichte des Maschinengewehrs“ stellt das Allheilmittel gegen politische Komplikationen in Frage
1985: Frau im Nebel
Die amerikanische Affenforscherin Dian Fossey wird in einem ruandischen Nationalpark ermordet. Aufgeklärt ist das Verbrechen bis heute nicht
„Afropolitan ist das falsche Wort“
Der Heidelberger Verleger Manfred Metzner fördert junge afrikanische Autoren wie sonst niemand in Deutschland