Ruanda
Unter Schlamm
In dem vom Bürgerkrieg geplagten afrikanischen Land verursacht auch die Regenzeit eine Katastrophe
Pazifismus kann tödlich sein
Wer sich kategorisch aus Kriegen heraushält, macht sich auch schuldig

Kinder des Genozids
Während der Massaker vor 20 Jahren wurden viele Frauen bei Vergewaltigungen schwanger. Bis heute fällt es ihnen schwer, mit ihren Kindern ein normales Leben zu führen
Treibhaus des Todes
Vor 20 Jahren wird das Flugzeug des ruandischen Präsidenten Habyarimana abgeschossen und das Attentat zum Auslöser für einen der blutigsten Völkermorde der Geschichte

„Es gab kein Fernsehen“
Anlässlich des Völkermordes in Ruanda vor 20 Jahren wird Milo Raus Theaterstück „Hate Radio“ nun als Film gezeigt. Der Regisseur erzählt über den Sender RTLM
Mit lauter Stimme
In Kamerun gibt es Frauenquoten in Parteien, aber zu wenige Kandidatinnen. Ein neues Training soll das ändern
Mit AK47 und Laptop
Die M23-Bewegung versammelt eine neue Generation von Rebellen, die auch die Medien zu beherrschen wissen
Die Power-Diplomatin
UN-Botschafterin Susan Rice könnte eine US-Außenministerin werden, die auch den Republikanern passt. Die aber lehnen sie strikt ab
Mann der Tat
Milo Rau ist der politische Theatermacher seiner Generation. Zuletzt hat der Regisseur die Breivik-Erklärung auf die Bühne gebracht. Geht es ihm nur um Provokation?
Der Kampf gegen Aids wird billiger
Die Clinton Foundation hat einen Bericht vorgelegt, nach dem die Behandlung von HIV-Positiven viermal weniger kostet als man bislang glaubte

Im Herzen der Globalisierung
Wer David von Reybroucks Geschichte des Kongo gelesen hat, wird nie mehr glauben, dass eine Holzgiraffe ein typisches Souvenir Afrikas ist

Genozid als Radioprogramm
Reenactment oder wie ein Völkermord gemacht wird: Milo Rau stellt in „Hate Radio“ im Berliner HAU die Hetze eines Senders nach, der den Bürgerkrieg in Ruanda anheizte

Nr. 7.000.000.000
Bringt die wachsende Zahl von Menschen auf Erden nur Hunger und Krieg? Die Antwort gibt nicht das Schicksal. Einige Notwendigkeiten stehen längst fest

Und dann war ich wieder draußen
Im Gefängnis von Mpanga verbüßt André Kimonyo eine lebenslange Haftstrafe. Schon möglich, dass er von seinen Richtern zu Unrecht verurteilt wurde

Ruandas Präsident lässt mit sich reden
Politiker diskutieren bei Twitter mit, das kommt vor. Dass ein Politiker mitmischt, den "Reporter ohne Grenzen" zu den "Feinden der Pressefreiheit" zählt, nicht. Oder?

Der Supergendarm macht einfach weiter
Auch Nicolas Sarkozy bleibt – wie das Beispiel Elfenbeinklüste zeigt – dem Paternalismus treu, wie er aus der Afrika-Politik der V. Republik nicht wegzudenken ist

Statt Auge um Auge – Stein um Stein
Einst erschlug der Hutu Charles Mugabanake die halbe Familie seines Nachbarn, des Tutsi Steven Gahigi. Heute haben sich die beiden versöhnt. Wie ist so etwas möglich?

Operationen gegen die UN
In zahllosen Spionage-Direktiven für US-Diplomaten wird klar: Der amerikanische Durst nach Informationen macht selbst vor den Rechten der Vereinten Nationen keinen Halt

Verdrängen heißt nicht Vergeben
Der Streit zwischen Ruanda und Frankreich um die Schuld am Völkermord von 1994 ist nicht zuletzt aus ökonomischen Erwägungen auf unbestimmte Zeit vertagt worden

Wenn Visionäre zu Realisten werden
Politiker wie Paul Kagame (Ruanda), Jerry Rawlings (Ghana) und Yoweri Museveni (Uganda) beendeten einst eine Epoche der Autokratie und des postkolonialen Verfalls

Der Opferrolle entkommen
Ruandas Präsident Paul Kagame spricht im Interview mit dem "Freitag" über das Stigma Afrikas, Empfänger von Almosen zu sein, und über die Partnerschaft mit China

Willkommen in Afrika
Was Länder wie Ruanda wollen, ist Selbstbestimmung. Kooperation mit China sichert ihnen das mindestens ebenso wie bisherige Entwicklungshilfe, meint Präsident Kagame

Der Herr der Blutdiamanten
In dieser Woche muss der ehemalige liberianische Präsident vor den Richtern in Den Haag sein Schweigen brechen

Manchmal geht es um Sekunden
Der Genfer Antirassismus-Konferenz wird von der Feindschaft zwischen Iran und Israel hypnotisiert. Dass Rassismus ein globales Phänomen ist, gerät in den Hintergrund