Utopie
Roman „Air“ von Christian Kracht: Die Sehnsucht treibt alle um
In Christian Krachts jüngstem Roman fällt der Inneneinrichter Paul aus der Gegenwart in eine vormoderne Welt. Zusammen mit der neunjährigen Ildr sucht er dort eine vergessene Heimat. „Air“ ist nominiert für den Leipziger Buchpreis
Merry Christmarx: Diese 11 Wünsche haben Linke für 2025 an die Bundesregierung
Weihnachtszeit ist Wünsch-Dir-Was-Zeit, und Linke haben gerade viel zu wünschen: Eine KI, die bei der Wohnungssuche hilft; eine Bahn, die uns zum Ziel bringt; eine Außenministerin mit Friedenskompetenz. Und ein Elefant wäre nicht schlecht
Quiz: Wie heißt Platons Vorreiterwerk für die Utopien der Neuzeit und Moderne?
Wie es sein würde, wenn alles gut wäre: Ideen einer idealen Gesellschaft gibt es schon immer – unser Quiz fragt nach den Details
„Schwindelfrei“-Festival: Ist das Zukunft oder kann das weg?
Geisterbauten, Cheerleading, Klimawandel – das „Schwindelfrei“- Festival in Mannheim sucht ein neues Miteinander
Utopie und Realität: Christopher Wimmer zu Besuch in Rojava
Manche Linke setzen große Hoffnung auf die kurdische Autonomie in Syrien. Der Soziologe und Autor Christopher Wimmer war mehrere Monate vor Ort. Mit „Land der Utopie? Alltag in Rojava“ ist eine umfangreiche Reportage entstanden
Ist die Ampel besser als ihr Ruf?
Das Image der Ampel ist mangelhaft. Die Dreierkoalition streitet wie die Kesselflicker und erregt die Gemüter. Die Zustimmungszahlen sinken rapide. Wie sieht es bei konkreten Ergebnissen aus? Wird die Arbeit der Regierung unterbewertet?
Was ist Neoliberalismus – und was kommt nach ihm? Amy Kapczynski im Gespräch
Die US-Juraprofessorin Amy Kapczynski hält viele Definitionen von Neoliberalismus für zu ungenau. Für eine nicht neoliberale Zukunft müssten wir aber verstehen, warum diese Logik der Regierungsführung so attraktiv war – auch für Linke
„Tausend und ein Morgen“ von Ilija Trojanow: Unter dem Plastik liegt viel Strand
In Ilija Trojanows großartigem Zukunftsroman versuchen die zukünftigen Menschen die alte Welt zu verstehen. Per Zeitreise geht es zurück in unsere Zeit, die längst vergangen ist. „Tausend und ein Morgen“ endet ungewöhnlich hoffnungsvoll
Aufruf von Elfriede Jelinek und Konstantin Wecker: Frieden ist mehr als ein Traum
Zum Antikriegstag am 1. September veröffentlichen wir exklusiv den Aufruf der österreichischen Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek und des Münchner Liedermachers Konstantin Wecker, aus allen Angriffskriegen zu desertieren
Russland/Ukraine: „Wenn morgen die Waffen schweigen, ist damit noch kein Konflikt gelöst“
An Verhandlungen führt nie ein Weg vorbei, sagt der Konfliktforscher Markus Weingardt. Aber wann und wie können sie gelingen und nachhaltig Frieden bringen? Ein Gespräch über glaubwürdige, allparteiliche Vermittler und das Beispiel Mosambik
„Den Türken in Deutschland gab Erdoğan lange Selbstbewusstsein – das ändert sich“
Neigt sich der konservative Trend unter Recep Tayyip Erdoğan dem Ende zu – auch in Deutschland? Die Ethnologin Ayşe Çavdar hegt begründete Hoffnung auf einen Sieg der Opposition
Sag mir, wo die Zukunft blüht: Ideen, die wir mit den Rüstungsmilliarden umsetzen könnten
Zeitenwende bedeutet Aufrüstung, Milliarden werden in sinnloses Kriegsgerät gesteckt. Wir finden: Mit dem Geld könnte man Besseres anstellen. Das sind unsere Vorschläge
Macht der Unterwerfung: Eine Begegnung mit Eva Tepest
Lust und sexuelle Identität im Spiegel gesellschaftlicher Konventionen: Autor:in und Aktivist:in Eva Tepest schreibt in ihrem Essyband „Power Bottom“ über Ambivalenzen queerer Sexualität und das Potenzial der unterlegenen Position
Christa Wolf: Die Jahrhundertfrau
Die Schriftstellerin Christa Wolf ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Die Geschichte des 20. Jahrhunderts geht damit noch einmal zu Ende
Geschichte des Cyberfeminismus: Von der Klitoris zur Matrix
Wie die Bewegung des Cyberfeminismus vor mehr als 50 Jahren entstand und wie sie heute weiterlebt
Legendär: Als Enzensberger den Stiernacken für „out“ erklärte
„Urbaner, ironischer, zivilisierter denn je zuvor“: Kai Sina erinnert an Hans Magnus Enzensbergers und Gaston Salvatores Projekt „TransAtlantik", das einstmals der deutsche „New Yorker“ werden sollte
Warum wir den Kosmopolitismus neu erfinden müssen
Die „Globalisierung von oben“ mag gescheitert sein. Doch wir sollten wir nicht aufhören, für universale Rechte in einer fragmentierten Welt und einen „Kosmopolitismus von unten“ zu kämpfen. Über eine konkrete Utopie
Biologisches Geschlecht im Sinne der Trans-Inklusion abzuschaffen ist gefährlich
Ein Forschungsteam in London fordert die Abschaffung eines gesetzlichen Geschlechtseintrags in der Geburtsurkunde. Kann das die Lösung sein? Über die Grenzen von Genderkritik

Kunstschau Documenta 15: Aporie Spritz
Die documenta fifteen feiert den Kollektivgedanken und begreift sich als Herausforderung westlicher Denkstrukturen. Für manche klingt ihre Utopie des Aushandelns wie ein Alptraum. Hannes Klug hat sich auf diesen Fortbildungskurs eingelassen
Das Schlossgespenst: Humboldtforum sucht Utopien für den Palast der Republik
Ausgerechnet im Humboldtforum sollen nun Utopien für den Palast der Republik entworfen werden. Wie soll das gehen?

Warten aufs Weltdrama
„Wer schweigt, stimmt zu“, das neues Buch der Politologin Ulrike Guérot provoziert, die Lektüre lohnt aber trotzdem

Widerständige Hand Gottes
Jörg Alt ist Jesuitenpater, Aktivisten-Berater und leistet zivilen Ungehorsam gegen Lebensmittelverschwendung. Ein Porträt

Wie Corona, nur krasser
Wer wissen will, wieso Verschwörungstheorien vielen plausibel erscheinen, muss die Endzeit-Visionen der Popkultur anschauen
„Fragt nach der Macht, emanzipiert euch!“
Daniela Dahn wollte die DDR demokratisieren, Sarah-Lee Heinrich kämpft gegen Ungerechtigkeit. Ein Streitgespräch über Naivität, Scheitern und die Zukunft