Zentralasien
Bergkarabach: Wie Aserbaidschan und die Türkei ökonomisch vom Kriegsausgang profitieren
Ein Korridor durch Armenien, Erdgastrassen aus Mittelasien, eine bis nach China reichende Eisenbahnroute: Dass sich die Staatschefs Aserbaidschans und der Türkei nach dem Bergkarabach-Krieg in Nachitschewan treffen, ist kein Zufall
Gipfeldiplomatie: China setzt seine G6 gegen die G7 des Westens
Es geht um die künftige Weltordnung. So wie diese sich derzeit darstellt, hat sie wohl zukünftig kaum Bestand und bedarf der Erneuerung: China will deshalb ein Zeichen setzen. Michael Krätke über die Gipfel in Hiroshima und Xi’an
China zeigt sich als verantwortungsvolle Weltmacht
Mit dem SCO-Gipfel in Samarkand hat Präsident Xi eine außenpolitische Plattform gefunden
China stärkt mit der Staaten-Union SOZ seine internationale Position
Mit der Aufnahme des Iran als neues Mitglied verschiebt sich der Einfluss der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) Richtung Westen. Davon profitiert China, das beginnt, das Machtvakuum in Mittelasien zu füllen

Brüssels Blick nach Zentralasien?
Wollen Brüssel und Berlin Stabilität in Afghanistan, müssen sie Zentralasien miteinbeziehen. Bisher scheint diese Weitsicht zu fehlen.
Kein Emirat mit uns
Turkmenistan, Usbekistan und Tadschikistan schotten sich gegen die Taliban vorerst ab. Ihre eigene Stabilität ist in Gefahr
Man schämt sich
Viktor Orbàn will, dass wir alle weiß, heterosexuell und christlich sind. Dabei ist unsere Vergangenheit von Multikulturalität und Migration geprägt, schreibt Kata Karáth
Stille Reserve
Durch Flüchtlinge kann eine absehbar wachsende Nachfrage nach qualifizierter Arbeit in Deutschland vorerst nicht gedeckt werden, befindet eine IW-Studie aus Köln

Ausländer rein!
Die deutsche Einwanderungsdebatte ist verzerrt und ängstlich. Aber auch andere Länder sehen in der Migration zu sehr Belastungen statt Chancen
Es führt kein Weg zurück
Die Präsidenten Putin und Poroschenko haben sich auf eine Feuerpause im Donbass geeinigt. Zuvor war der Konflikt in den vergangenen Tagen weiter eskaliert
Russlands ost-westlicher Diwan
Neo-Eurasianismus heißt das Modell, das die kapitalistische Weltordnung ablösen soll – in allen gesellschaftlichen Bereichen

Von der Vision zum blinden Traum
Die Europäische Union muss sich von ihrem größten Infrastruktur-Projekt verabschieden. Der Konzern British Petroleum erklärt die Erdgastrasse Nabucco für tot

Von Verschwindsucht befallen
In Afghanistan zerfällt die von der westlichen Allianz beanspruchte Weltordnungsmacht in Phasen eines beschleunigten Ausstiegs, wie er in Chicago abgesegnet wurde

Kein Gruppenbild mit Taliban
Die USA finden plötzlich Gefallen an einer Art OSZE in Zentralasien. Sie wollen ein regionales Sicherheitssystem, das zugleich ihre militärische Präsenz festschreibt

Fremd im Hause des Propheten
Moskau verliert durch den Sturz Muammar al-Gaddafis in Libyen und die andauernde Staatskrise in Syrien weiter an Einfluss im arabischen Raum

Dem Himmel ein Stück näher
Die neue Hauptstadt Astana wurde der Steppe abgerungen und glänzt mit einer eigenwilligen Architektur. Wahrgenommen werden möchte sie als Zentrum weltweiter Harmonie

Sehnsucht nach dem Kalifat
Im Norden steht eine Widerstandsfront aus Taliban, der Partei Hezb-e Islami und usbekischen Jihadisten, die zum Muster einer Gesellschaft der Kriegserben werden könnte

OSCE First
Die Forderung nach einer gestärkten OSZE ist aktueller denn je. Vor dem Gipfel in Astana ist die Debatte über eine neue Europäische Sicherheitsordnung wieder aufgelebt

Ein paar Usbeken, ein paar Tataren
Ohne Gastarbeiter aus Zentralasien und aus dem Kaukasus würde in Moskau nur halb so viel gebaut. Um die Integration der muslimischen Arbeitsnomaden kümmert sich niemand

Im Hochdruckkessel
Chaos und Anarchie im zentralasiatischen Hinterland des Afghanistan-Krieges erlauben einen Vorgeschmack auf die Zeit nach dem Abzug der NATO, sollte es je dazu kommen

Saudi-Arabien des Lithiums
Zu Beginn der Woche erklärte ein Pentagon-Papier Afghanistan zu einem der rohstoffreichsten Länder der Erde. Hat das Einfluss auf die Kriegsziele des Westens?

Rotation und Revolution
Die Tulpenrevolutionäre 2.0 rufen Déjà-vu-Gefühle hervor und können auf russischen Beistand zählen. Es geht auch um die Zukunft der US-Präsenz auf dem Stützpunkt Manas

Nasarbajews Stunde
Anfang 2010 hat Kasachstan für ein Jahr den OSZE-Vorsitz übernommen und will den 56-Staaten-Bund wieder mehr an die Ursprünge der einstigen KSZE heranführen

Manas bleibt den Amerikanern erhalten
Kompromiss zwischen Washington, Moskau und Bischkek: Die US-Armee kann ihren Nachschub für Afghanistan weiter durch Kirgisistan schleusen - gegen ein erhöhte Pacht